Schopfheim Neues Tor zum Stadtpark

Der Imbiss wird eine Gaststätte, und die Betreiber bauen im Außenbereich einen neuen Platz mit Sitzstufen und Wasserspiel auf einem Teilbereich des Anna-Kym-Gartens. Foto: Petra Martin

Schopfheim - Der Imbiss an der Ecke Bahnhof-/Scheffelstraße wird eine Gaststätte. Und mehr noch: Die Außenanlage soll mit hochwertigen Materialien gestaltet und sogar mit einem öffentlich zugänglichen Brunnen versehen werden – sozusagen als „Tor zum Anna-Kym-Garten“, wie Stadtplaner Peter Egi erläuterte.

Bürgermeister spricht von Aufwertung

Bei der Gemeinderatssitzung wurde mitgeteilt, das Landratsamt habe zugestimmt, dass aus dem Imbiss eine Gaststätte werde, die Rahmenbedingungen seien erfüllt. Die Stadt habe aber Anforderungen an die Betreiber: So soll die Scheffelstraße nicht beeinträchtigt werden.

Der Betreiber will laut Stadtverwaltung einen städtischen Platz schaffen (auf Betreiben der Stadt ohne Hinzunahme der Scheffelstraße, lediglich auf einer Teilfläche des Anna-Kym-Gartens), mit 40 Plätzen, Sitzstufen, Bäumen und einem Brunnen sowie einem öffentlichen Behinderten-WC. Es würden keine Plastikstühle aufgestellt. Der Betreiber verpflichte sich auch, die Fläche zu pflegen und vom Müll zu befreien. Bürgermeister Harscher sprach von einer Aufwertung mit hochwertigen Materialien.

Gegenstimmen aus dem Gemeinderat

Seine „sehr private“ Meinung äußerte Grünen-Stadtrat Ernest Barnet, der darauf hinwies, dass sich die Stadt aufgrund des Pachtvertrags mit einer Laufzeit von zehn Jahre lange festlege und für diese Zeit dort nichts anderes gemacht werden könne. Zudem handele es sich um ein dominantes Gebäude mit einer „Schlucht“. „Wie soll die Stadt das besser gestalten“, fragte Bürgermeister Harscher zurück. Die Verwaltung machte darauf aufmerksam, dass die Stadt einen wesentlich höheren Aufwand und Kosten hätte, würde sie sich um die Gestaltung und Pflege des besagten Bereichs kümmern müssen.

Thomas Kuri (CDU) zeigte sich indes überhaupt nicht begeistert von den Plänen, handele es sich doch um die letzte Baulücke in der Scheffelstraße. Es wäre für ihn „städtebaulich völlig falsch“, den Plänen zuzustimmen. Die Gestaltung habe weder mit der Scheffelstraßenbebauung noch mit dem Park etwas zu tun. Die Wasserspiele hätten in die Scheffelstraße gehört.

Öffnung in Richtung Park

Stadtplaner Egi entgegnete, eine Stadt bestehe nicht nur aus Gebäuden, sondern auch aus Plätzen. Die Öffnung in Richtung Park sei doch gerade „das Geschmeidige“, das Tor zum Park. Es handele sich um eine „Riesenchance“, dass der Imbiss- beziehungsweise Gaststättenbetreiber das für die Stadt mitgestalten wolle.

Der Zugang zum Anna-Kym-Garten würde hingegen abgeriegelt, wenn an der Stelle ein Haus gebaut werden würde. Deshalb sei die jetzige Lösung viel besser.

„Cool“ fand auch Fabienne Kiefer (Unabhängige) die Pläne, und Gisela Schleidt (Grüne) würdigte, dass endlich etwas für Kinder getan werde, denn in der Scheffelstraße gebe es nichts für Kinder, obwohl eigentlich jede Fußgängerzone etwas für sie bieten sollte.

Geläden für zehn Jahre zur Pacht überlassen

Ein Dach werde nicht über die Außenanlage gebaut, so die Verwaltung auf eine Frage von Jeannot Weißenberger (CDU). Sonnenschirme und Bäume schützten die Besucher.

Die Ratsmehrheit votierte schließlich dafür, den Antrag der Betreiberin zu bewilligen. So wird nun eine 180 Quadratmeter große Teilfläche des Anna-Kym-Gartens, ein städtisches Grundstück, der Imbiss-Eigentümerin im Wege der Pacht zu Außenbewirtschaftungszwecken, wie es korrekt heißt, für zehn Jahre überlassen.

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