Schopfheim „Nicht nur essen und trinken“

Schopfheim - „Das Städlifest darf nicht sterben.“ Bürgermeister Harschers Wahlkampfaussage gilt noch immer: Nachdem die Veranstaltung 2019 stattgefunden hat, befindet sich auch die Auflage von 2020 in trockenen Tüchern: Am Wochenende 20./21. Juni steigt das Städtlifest - ein neues Konzept wird derzeit erarbeitet.

„Sponsoren sind ganz wichtig“

Chef-Organisator Roland Steinebrunner blickte bei einem Pressegespräch im Rathaus zunächst zufrieden auf das Fest im vergangenen Jahr zurück. „Es war ein gelungenes, friedliches Fest.“ Die Auflagen hätten ihren Schrecken verloren, und finanziell lief es ebenfalls gut.

Durch die neue Tombola sei sogar stückweit ein Gewinn gemacht worden. Es habe viele gute Preise gegeben, die Unternehmen für die Städtlifest-Idee gespendet hätten. „Sponsoren sind ganz wichtig“, so Roland Steine­brunner.

Die Stadt unterstützt das Fest zudem mit einem Betrag von 3000 Euro. Die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt und der Stadtverwaltung sei gut, er habe Rückhalt gehabt, unterstreicht Roland Steinebrunner ausdrücklich. Für einige wenige Probleme seien Lösungen gefunden worden, und auch das fünfköpfige Organisationsteam habe an einem Strang gezogen.

Angebot soll übers Essen und Trinken hinaus erweitert werden

Roland Steinebrunner, der das Fest im vergangenen Jahr erstmals organisierte, will sich deshalb auch 2020 wieder zur Verfügung stellen. Und er will Konzept und Örtlichkeit auf neue Füße stellen und erweitern.

So soll es künftig nicht mehr allein ums Essen und Trinken gehen. Steinebrunner will den Kreis der teilnehmenden Vereine erweitern, so könnten auch Kultur und Kunst Einzug ins Städtlifest-Wochenende halten. Umweltschutz, Klimaschutz, Bienenfreunde, Stände, an denen Menschen eine Sache oder ihre besonderen Ziele darstellen, Künstlerbeiträge - all dies soll künftig einen Platz bekommen auf dem Städtlifest. Auch Teilnehmer aus der Umgebung seien willkommen.

Public Viewing zur Fußball-WM

Die Tombola soll es erneut geben, hier hofft Steinebrunner wieder auf das freundliche Entgegenkommen der Firmen. Und weil diesmal am Sonntag ein Länderspiel bei der Fußball-EM stattfindet, wollen die Organisatoren ein Public Viewing anbieten. Sogar über eine nächtliche Lasershow will Roland Steine­brunner nachdenken.

Ideen sollen gesammelt und geprüft werden, alles mit dem Ziel, den Fortbestand des Städtlifests zu sichern. In Erwägung gezogen werde auch eine räumliche Ausdehnung bis zur Torstraße in der Altstadt.

Vereine sind das Rückgrat der Gesellschaft

„Die Vereine sind das Rückgrat der Gesellschaft“, so Bürgermeister Harscher. Sie seien in der schnelllebigen Zeit wichtig für die Gemeinschaft, das Ehrenamt müsse gewürdigt werden.

Das Städtlifest habe eine lange Tradition und solle ein „Tag des Treffens“, eine „Mittsommer-Party“ werden. Für neue Vereine und Ideen sei man deshalb offen.

Eine Veranstaltung mit Tanz und Kultur, über das bloße Essen und Trinken hinaus, werde angestrebt, ein Rundum-Paket, um die Qualität des Fests aufzuwerten. Das Altstadtflair biete dazu den atmosphärischen Rahmen.

Weitere Informationen: Wer beim Städtlifest mitmachen oder neue Ideen einbringen will, ist beim nächsten Treffen am Dienstag, 28. Januar, um 19.30 Uhr im „Kranz“ willkommen.

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