Schopfheim „Nicht nur nach oben delegieren“

Um das „Drumherum“ des beliebten Skaterplatzes zu verbessern, würden die Jugendlichen auch gerne selbst mit dem Landwirt reden, dessen Grundstücksstreifen für die Pläne benötigt würde.                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Foto: Anja Bertsch

Schopfheim - Feste, T-Shirts und Skaterplatz: Eine dicht gepackte Tagesordnung arbeitete das Schopfheimer Jugendparlament (Jupa) bei seiner öffentlichen Sitzung am Mittwoch im Ratssaal ab.

Frühlings-, Städtli-, Sommerfest: In der anstehenden Freiluft-Feiersaison will das Jupa mit einigen Aktionen Gesicht zeigen. In der Sitzung trugen die jeweiligen Arbeitsgruppen den Stand der Dinge zusammen; inhaltliche Ideen und organisatorische Details wurden besprochen.

Festbetrieb

Beim Frühlingsfest im Mai treten die Jungparlamentarier mit einer Saftbar und im Team mit dem von der Initiative „Farbe bekennen“ gestellten „Demokratiemobil“ an. Idee: Die Jupa-Arbeit bekannt machen und beim Jung(wähler)volk die Werbetrommel für die Kommunalwahl zu rühren, bei der bereits ab 16 Jahren gewählt werden darf.

Am Städtlifest am 29./30. Juni will sich das Jupa mit einem Waffel- und Crêpes­stand beteiligen. Auf eigene Faust schließlich will dasJugendparlament ein Sommerfest bei der Skateranlage organisieren. Ein Programmpunkt dort soll ein Poetry Slam-Beitrag sein.

Corporate Design

Um bei derlei Aktionen Zu(sammen)gehörigkeit in Sachen „Jupa“ zu signalisieren, wollen die Jugendlichen sich einheitliche T-Shirts mit Jupa-Logo und Namenszug zulegen. Kostenpunkt, falls es nicht die billigste Wegwerfware sein soll: Etwa 200 bis 250 Euro für ein Dutzend T-Shirts. Aus dem mit Gemeinderäten besetzen Zuhörerraum kam in diesem Zusammenhang der Vorschlag, sich für diese Anschaffung einen Sponsor zu suchen, und siehe: Auf der mit Bürgermeister besetzen Seitenlinie fand sich ein solcher Geldgeber umgehend. „Das übernehme ich aus meinem Budget“, so die spontane Ansage von Dirk Harscher.

Zukunftswerkstatt

Als Teilnehmer gefragt ist das Jupa bei der Zukunftswerkstatt, die der Förderverein des Jugendzentrums, die Kinder- und Jugendinitiative Schopfheim („Juks“) für Herbst plant: Im Rahmen der Zukunftswerkstatt sollen Kritik, Ideen und Wünsche der Jugendlichen aufgenommen und nach Möglichkeit in konkreten Pläne umgemünzt werden – etwa zur Gestaltung des neuen JuZ.

Auf einer ersten Zukunftswerkstatt 2007 entstanden zum Beispiel die mittlerweile umgesetzten Ideen für den Skaterplatz, das Jugendparlament oder den Grillplatz an der Wiese. Die Neuauflage einer solchen Visionenwerk­statt wurde im Kreis des Jupa begrüßt; mehrere Mitglieder erklärten sich direkt bereit, daran teilzunehmen.

Skaterplatz

Der Skaterplatz selbst ist längst eröffnet und wird bestens angenommen; nun fehlt es noch ein wenig am „Drumrum“, um dem Platz auch jenseits der eigentlichen Anlage Aufenthaltsqualität zu verschaffen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die Installation mehrerer Bänke auf dem Grünstreifen zwischen Skater- und Parkplatz, die aktuell in der Mache ist.

Zusätzlich könnte es auf der gegenüberliegenden Seite bald eine kleine überdachte Tribüne, eine Treppe und/oder eine Pergola geben; konkrete Vorschläge liegen dem Jupa bereits vor. Um die Objekte zu installieren, bräuchte es ein Stückchen Grundstück vom direkt angrenzenden Landwirt; der Stadt selbst gehört hier bislang nur ein (zu) schmaler Streifen entlang der Skateranlage. „Wir kümmern uns drum“, versprach Bürgermeister Harscher in der Sitzung und reagierte damit auf ein Schreiben, das das Jupa in dieser Sache unlängst ans Rathaus geschickt hat. Die Jugendlichen freilich wollen die Angelegenheit nicht nur „nach oben“ delegieren: Gerne würden man dem betreffenden Landwirt im direkten Gespräch auch selbst erklären, um was es geht, so die Ansage auf der Sitzung.

Termine

„Politik und Pizza“ zum Thema Kommunalwahl am Mittwoch, 15. Mai, 18 bis 21 Uhr im evangelischen Gemeindehaus. Nächste öffentliche Jupa-Sitzung: Mittwoch, 26. Juni, 17.30 Uhr, im Ratssaal.

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