Schopfheim „Niemand soll sich alleingelassen fühlen“

Die ambulante Hospizgruppe kann Menschen auf der schwersten Wegstrecke des Lebens wieder etwas näher sein. Foto: Daniel Kamann/dpa

Schopfheim - Das Leben mit einer schweren Erkrankung und die Konfrontation mit dem eigenen Tod belasten schwer.

Die meisten Menschen wünschen sich, in gewohnter Umgebung bleiben zu dürfen und ihr Lebensende nicht im Krankenhaus verbringen zu müssen. Auch wenn der Tod für alle irgendwann kommen wird, so soll er wenigstens möglichst schmerzfrei sein.

„Und wir wollen nicht alleine sein müssen auf der oft schwersten Wegstrecke unseres Lebens“, gibt Sonja Steiger, Koordinatorin der ambulanten Hospizgruppe Schopfheim, Erkenntnisse aus der Sterbeforschung wieder. Während des Lockdowns in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie war die unmittelbare persönliche Begleitung schwerstkranker und alter Menschen nur sehr begrenzt möglich. „Niemand sollte sich am Ende seines Lebens jedoch alleingelassen fühlen. Wir sind deshalb froh darüber, dass die Situation es aktuell zulässt, dass ehrenamtliche Hospizbegleiter wieder etwas näher sein können.“

Dabei ist sich die Hospizgruppe ihrer Verantwortung für die besonders verletzliche Personengruppe bewusst, die sie begleitet: „Wer bei uns Beratung oder Begleitung sucht, der kann sicher sein, dass wir die Infektionsschutzmaßnahmen einhalten“, so die Koordinatorin. Wichtig sei dies auch für stationäre Einrichtungen wie das Krankenhaus oder für Senioren- und Pflegeeinrichtungen, denn hier ist man auf eine gute Mitwirkung zum Schutz der Patienten und Bewohner, Pflegekräfte und Ärzte angewiesen.

Unter Vermeidung von direktem Kontakt war hospizliche Unterstützung auch während des Lockdowns gewährleistet, nun kann auch wieder Besuchsdienst zuhause und in stationären Einrichtungen angefragt werden.

Die ambulante Hospizgruppe bietet Beratung und hospizliche Lebensbegleitung für Menschen mit voranschreitender, lebensverkürzender Erkrankung und für Menschen im hohen Alter. Die Hospizbegleiter sind sehr gut qualifiziert. Sie besuchen Menschen zuhause, in Seniorenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen und im Krankenhaus und richten ihre Begleitung auf deren Wünsche und Bedürfnisse aus.

Ziel der Begleitung ist es, zu einer möglichst hohen Lebensqualität beizutragen. Die Hospizbegleitung dauert oft über viele Lebensmonate, und auch in den allerletzten Lebensstunden stehen die ehrenamtlichen Helfer dem Betroffenen und seiner Familie zur Seite. An- und Zugehörige können sich beim ambulanten Hospizdienst gezielt unterstützen lassen – sowohl während der Zeit der Begleitung eines Nahestehenden als auch in der Trauer um einen geliebten Menschen.

Stationäre Einrichtungen der Pflege- oder Eingliederungshilfe, ambulante Pflege- und Palliativdienste sowie Seelsorger in Schopfheim und im Wiesental können ihre Anfrage mit Einwilligung des Betroffenen beziehungsweise des rechtlichen Vertreters direkt an den Hospizdienst richten.

Hospizberatung und -begleitung sind kostenfrei. Die Krankenkasse fördert die Hospizarbeit mit einem Zuschuss; über Spenden freut sich die Hospizgruppe. Trauergruppen und Trauercafé pausieren bis auf weiteres.

Ambulante Hospizgruppe Schopfheim, Tel. 07622 / 69 75 96 50 (Anrufbeantworter), E-Mail: Sonja Steiger: sonja.steiger@diakonie.ekiba.de und Friederike Schweigler: friederike.schweigler@diakonie.ekiba.de.

Spendenkonto: Evangelisches Verwaltungsamt Lörrach, IBAN: DE71 5206 0410 0105 0204 33, Evangelische Bank eG, Verwendungszweck: Ambulante Hospizgruppe Schopfheim

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