Schopfheim „Notpraxis“: Stickelberger springt Ärzten bei

Schopfheim - Schützenhilfe für die Ärzte: Der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger springt den Hausärzten aus Schopfheim und Hausen, die in einem Brandbrief an die Kassenärztliche Vereinigung (KV) die und Krankenkassen noch in diesem Jahr eine „Notpraxis“ für das mittlere Wiesental gefordert haben, zur Seite.

Stickelberger teilt dem zuständigen Sozialminister Manfred Lucha mit, dass die Ärzteversorgung im mittleren Wiesental aktuell schon prekär sei.

Doch bereits für das kommende Jahr warnten nun die ansässigen Ärzte öffentlich vor „einem Zusammenbruch der hausärztlichen Grundversorgung“, so der Abgeordnete unter Verweis auf den „Brandbrief“ der hiesigen Mediziner. Bis Ende dieses Jahres seien geschätzt 5000 Patienten/Versicherte ohne Hausarzt und damit ohne „Zugang zur medizinischen Grundversorgung“.

In der Gemeinde Maulburg habe sich vor kurzem der neue Hausarzt vorgestellt – zur Präsentation seines Praxisteams erschienen rund 200 interessierte Bürger. Auch dies spreche Bände und zeige, wie prekär die hausärztliche Versorgung in dieser Raumschaft sei, so Stickelberger.

Sowohl die betroffenen Gemeinden als auch der Kreis und seine Gesundheitskonferenz nützten bereits seit längerem alle bestehenden Möglichkeiten. So hätten sie 2018 eine Studie zur Ärzteversorgung mit 50 000 Euro finanziert; ein Folgeauftrag an die gleiche GmbH mit Kosten von 21 000 Euro sei in Auftrag gegeben.

Stickelberger bittet den Sozialminister um eine Bewertung des zitierten Brandbriefes in seinem Haus und um „konkrete Aussagen“ des Ministeriums zu der Frage, wie die Landesregierung die betroffenen Kommunen unterstützen kann.

Der SPD-Abgeordnete verweist zudem auf den Förderbaustein „Landärzte“ des Sozialministeriums, dessen Ziel „die Verbesserung der ambulanten hausärztlichen Versorgung“ sei und der ausgerichtet sei auf „Fördergebiete im ländlichen Raum, in denen es heute schon Versorgungsengpässe gibt beziehungsweise perspektivisch geben kann“. Definiert werden die Fördergebiete über den Versorgungsgrad (Einwohner/Arzt-Relation) je Gemeinde.

Die konkrete Projektförderungshöhe hänge von der Einordnung in „akutes“ oder „perspektivisches“ Fördergebiet ab. Die aktuell auf der Homepage des Ministeriums veröffentliche Übersicht der Fördergebiete weise im Raum mittleres Wiesental lediglich die Gemeinde Kleines Wiesental als perspektivisches Fördergebiet aus.

Verwiesen werde jedoch zugleich auf „laufende Aktualisierungen“.

Rainer Stickelberger begehrt deshalb eine verbindliche Auskunft, welche Gemeinden im mittleren Wiesental derzeit in welcher Förderkategorie eingestuft sind.

Weiter möchte der Abgeordnete wissen, welche weiteren Gemeinden seines Wahlkreises zwischenzeitlich als Fördergebiete gelten und wie viele Ärzte aus welchen Gemeinden zwischenzeitlich diese Projektförderung in Anspruch nehmen oder beantragt haben.

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