Schopfheim Ohne Maske und ohne Abstand

Die Corona-Demo auf dem Marktplatz: Im Unterschied zum Frühsommer (unser Bild) gilt jetzt Maskenpflicht und Abstand halten. Daran hielten sich am Samstag nach Beobachtung von Passanten aber offenbar nicht alle Teilnehmer. Foto: Archiv

Schopfheim - Fast alles im grünen Bereich: Die Corona-Situation in der Markgrafenstadt bereitet dem Bürgermeister derzeit keine schlaflosen Nächte. „Im Großen und Ganzen läuft alles rund“, so sein positives Fazit – allerdings mit zwei Einschränkungen.

So hätten Bürger die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass bei den jüngsten samstäglichen Corona-Demos auf dem Markt zahlreiche Teilnehmer ohne Maske und ohne den notwendigen Abstand aufgetreten sein, erklärte er gestern anlässlich eines Pressegespräches. Das wird Konsequenzen haben: „Wir werden die Situation bei der nächsten Demonstration gemeinsam mit der Polizei beobachten“, kündigte Harscher ein. Es gehe nicht darum, die Kundgebung zu verbieten, schließlich sei die Versammlungsfreiheit und das Recht auf frei Meinungsäußerung ein hohes Gut. Aber die Teilnehmer müssten dabei die Corona-Verordnungen beachten.

Der Skaterpark als Sorgenkind

Ein kleineres Sorgenkind stellt auch der Skaterpark in Gündenhausen dar. Trotz der Sperrung hätten sich dort in den vergangenen Tagen immer wieder Gruppen von Jugendlichen aufgehalten, so Harscher. „Und das obwohl wir rot-weiße Absperrbänder gespannt und Verbotsschilder aufgestellt haben“, so der Bürgermeister. Auch da wolle die Stadt die Lage vor Ort verstärkt kontrollieren. Vielleicht könne zusätzlich auch der Streetworker ab und zu nach dem Rechten sehen, meint Dirk Harscher.

Seit Beginn der zweiten Welle Anfang Oktober haben sich in Schopfheim nach seinen Worten 45 Personen mit Corona angesteckt. Im gleichen Zeitraum befanden sich insgesamt 220 Personen in häuslicher Quarantäne. Bei stichprobenartigen Kontrollen habe die Stadt keine Verstöße gegen die Einhaltung der Vorschriften feststellen können.

Ausgesprochen gut stellt sich laut Bürgermsiter hingegen die Lage an Schulen und Kindergärten dar. „Es gibt momentan keine Schließungen oder Quarantänefälle“, erklärte er.

Aufgrund der nicht allzu dramatischen Gesamtsituation trifft sich der Corona-Stab im Rathaus nach seinen Worten derzeit einmal in der Woche. Sollte sich die Entwicklung so drastisch verändern, dass neue Corona-Verordnungen nötig wären, müsste die Verwaltung die Treffen allerdings wieder „enger takten“.

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