Schopfheim „Plakettenkerli“ geht in Flammen auf

Markgräfler Tagblatt, 14.02.2018 22:00 Uhr

Schluss mit der Narretei: Am Dienstagabend gingen mit der Verbrennung auf dem Schulhof auch im Farifa-Land die tollen Tage zu Ende.

Schopfheim-Fahrnau (os). Auf dem Schulhof säumte eine stattliche Zahl von Schaulustigen die letzten Meter des Trauerzuges. Die Narrenschar trug dieses Mal zum Trauermarsch der Bättelsäcke keine Fasnachtspuppe zum Scheiterhaufen, sondern einen „Plakettenkerl“, der sehr originalgetreu der Schopfheimer Fasnachtsplakette nachempfunden war.

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„Fahrnau Farifa – Groß un Chlei, die fünfti Jahreszit isch wieder vorbei“, klagte Bernhard Springmann und erklärte, was es mit dem ungewöhnlichen Brandobjekt auf sich hat: „.De chasch des Ding drülle wie de witt, weder vorne no hinte es Farifa uf dere Plakette git. Weil mir keini Schopfhemer Plakette meh verchaufe, wie jedi anderi Zunft numme am Umzug mitlaufe, isch Farifa vo dere Plakette verschwunde - ich sags deshalb direkt un unumwunde: Wenn d’Aruba-Narre in Fahrnau am Dienstag Plakette verchaufe, wo solle dann d’Farifa-Narre zum Verchaufe laufe? Wenn sich d’Aruba-Narre nit an Absproche halte, dann chönne sie ihri Plakette selber bhalte“, so der kritische Seitenhieb in Richtung Kernstadt.

Springmann schloss mit den Worten: „Drum nümm ich alli uff die Schippe. D’Schopfemer so wie die eigeni Narresippe. Denn vo der ganze Narreplakette-Itopf-Suppe bliebt numme übrig die Verbrennigspuppe“.

Danach blickte Springmann zufrieden auf eine „tolle Kampagne“ zurück mit Zunftabend, Hemdglunki, Fasnachtsumzug in Schopfheim, Guggeball und Kinderfasnacht.

Seine „Bättelsäck“-Kollegen steckten die Plakette in Brand und spielten noch einige Trauermärsche, ehe es zur Uscherig in den „Hirschen“ ging.

 
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