Schopfheim Radler pulverisieren alten Rekord

Hans-Jürgen Hege

Schopfheim - Nicht nur bei Olympia purzeln Rekorde. Auch die Radler der Markgrafenstadt mischen mit auf der Jagd nach den besten Plätzen. Bei der vierten Auflage des „Stadtradelns“ legten die 274 Teilnehmenden in 33 Teams binnen drei Wochen  exakt 62 099 Kilometer zurück und pulverisierten damit die Marke aus dem Vorjahr.

Das machte nicht nur Delia Kuhnert, bei der Stadt für Umwelt und Energiemanagement zuständig, stolz, sondern auch den Bürgermeister. Dabei hatte Dirk Harscher eigentlich gar keinen Grund dazu. Denn schließlich verlor er eine Wette. Hatte er beim Start doch vollmundig verkündet: „Ich wette, dass es die Schopfheimer nicht schaffen, die Marke von 45 000 Kilometer zu knacken.“ Falls doch, wolle er wieder Fahrradständer spendieren.

Er hat verloren. Und die Markgrafenstadt, der im Aktionszeitraum dank der Radler „neun Tonnen CO2“ erspart geblieben sind, ein paar weitere Fahrradständer dazu gewonnen.

Vom Endergebnis überwältigt zeigte sich auch Delia Kuhnert, die bei der Kür der fleißigsten Strampler im Rathaussaal zugab: „Nie im Leben hätte ich gedacht, dass unser Ziel 45 000 erreicht oder gar überschritten wird.“

So kann man sich irren. Die „wetterfesten“ Radler, die den Unbilden der Witterdrei Wochen lang trotzten, hatten sie eines Besseren belehrt und der Stadt mit der 44-prozentigen Steigerung von gut 43 000 auf 62099 Kilometer in der bundesweiten Rangliste unter 1477 Kommunen den 577. Platz beschert. Bislang zumindest, denn die Aktion dauert noch bis Ende September.

Zur Belohnung gab’s für die Glückspilze unter den Pedaltretern 40 Einkaufsgutscheine des Gewerbevereins im Wert von jeweils zehn Euro zu gewinnen. Die beiden Glücksfeen Anila und Lara zogen die Namen der Gewinner aus der Trommel.

Dann kamen die fleißigsten Teilnehmer zu Ehren. Die Wertung bei den Teams mit den meisten Gesamt-Kilometern gewannen die Radler des Ski-Club Fahrnau, die 9473 Kilometer schafften. Auf Rang zwei landete die Mannschaft IG Velo/Schwarzwaldverein mit 8726 Kilometern, gefolgt vom Diakonischen Werk, das 8608 Kilometer auf dem Tacho hatte.  

Das Team mit den meisten Kilometern pro Kopf war „GrisuPlus“ (595,7) vor IG Velo/Schwarzwaldverein (581,7) und Roche-Radler (364,5). Bei den Einzelfahrern machte Michael Schell mit knapp 1296 Kilometer das Rennen. Dahinter folgten Levin Berning ( 1078) und Gerhard Trefzer (897).

Der Bürgermeister war ein fairer Verlierer. „Im Interesse des Klimas, des Spaßes und der Gesundheitsförderung“ halte sich die Investition in neue Radständer in Grenzen, meinte er.

Er freue sich über die deutliche Zunahme des Radverkehrs in der Stadt, deshalb opfere er zugunsten der Fahrradständer gerne ein paar Parkplätze. Die Stadt und die Radler hätten einen wichtigen Beitrag zu mehr nachhaltiger Mobilität geleistet, betonte das Stadtoberhaupt und wies darauf hin, dass neun Teilnehmer Jahrgang 1950 und älter waren sowie sechs Jahrgang 2015 und jünger.

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