Einen Rettungseinsatz der besonderen Art meisterte dieser Tage der Angelsportverein (ASV).

Schopfheim . Sieben Aktive des ASV rückten am späten Nachmittag aus, um an mehreren Kanalabschnitten in der Stadt, an denen demnächst Bauarbeiten stattfinden sollen, Fische zu bergen.

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Die Kanäle laufen derzeit mit einer Mindestmenge an Wasser, um die Bauarbeiten ausführen zu können. Bevor damit angefangen werden kann, müssen allerdings die im Wasser vorkommenden Lebewesen in Sicherheit gebracht werden.

Am Kanal beim Mattenleehochhaus bargen die Angler zuerst Fische. Hier steht demnächst eine Brückenerneuerung am Hammerwehr auf dem Plan.

Die nächste Station war der Kanalbereich zwischen Stadt und Himmelreichstraße. Dort soll ein Bagger in Kürze den Wasserlauf von Geschiebe befreien. Auch hier zogen die ASV-Mitglieder Äschen, Groppen, Schmerlen, Elritzen und Bachneunaugen an Land sowie 148 Bachforellen, die zwischen drei und 48 Zentimeter lang waren. Insgesamt gingen den Anglern beim so genannten Elektrofischen in den beiden Kanalabschnitten 279 Fische ins Netz, die sie anschließend in die Wiese umsetzten. In diesem Bereich gab es willkommene Unterstützung seitens eines Mitarbeiters des Tiefbauamtes.

Die letzte Station war der kleine Stichkanal am Ronneby-Brunnen, in dem durch das Absinken des Kanalbodens hinter den eingebauten Schwellen stehende Wasserflächen auftraten.

In diesen schlammigen Pfützen bargen die Angelsportler unter großem Aufwand 30 Bachforellen und Äschen sowie rund 500 Querder und Bachneunaugen, die im Schwemmsand leben. Die Fische hätten in den heißen Tagen die Ausbaggerung nicht überlebt.

Erfreulich war für die ASV-Helfer, dass offenbar eine Selbstreproduktion der Äsche stattgefunden hatte. Sie waren sich zum Ende der Aktion einig, dass es insgesamt wieder eine Menge Arbeit war, die sich für die Fische gelohnt hatte.