Schopfheim Rekordergebnis noch mal getoppt

Schopfheim - Für die VR-Bank Schopfheim-Maulburg war 2018 wieder ein erfolgreiches Jahr. „Wir haben unsere Wachstumsziele deutlich übertroffen“, blickt Vorstandsvorsitzender Bernhard Schlageter zufrieden auf das abgelaufene Geschäftsjahr.

Wurde noch mit Zuwächsen zwischen drei und vier Prozent geplant - sowohl im Kredit- als auch im Einlagenbereich - so schloss das vergangene Jahr mit einem Zuwachs von 5,8 Prozent bei den Krediten und 5,3 Prozent bei den Einlagen mehr als erfolgreich ab.

Neue Kredite mit mehr als 92 Millionen Euro

Der Bestand an Darlehen und Kontokorrentkrediten hat sich um 8,6 Prozent erhöht. Bei den Bankavalen habe sich aufgrund der rückläufigen Nachfrage beziehungsweise Rückzahlung von Fremdwährungskrediten zwar ein Rückgang ergeben, doch konnte das bilanzielle Kundenkreditvolumen einschließlich Avale auf 504 Millionen Euro gesteigert werden. Insgesamt wurden neue Kredite mit mehr als 92 Millionen Euro zugesagt.

„Das bisherige Rekordergebnis aus dem Vorjahr konnte damit nochmals um sieben Millionen Euro übertroffen werden, wobei etwa zwei Drittel auf den privaten und ein Drittel auf den gewerblichen Bereich entfielen“, so Schlageter.

Anlagen in sichere Bankprodukte seien seit dem Ausbruch der Finanzmarktkrise 2008 besonders gefragt. Dies habe sich auch 2018 bei der Entwicklung der bilanziellen Kundeneinlagen gezeigt, die sich auf 361 Millionen Euro erhöhten. Bevorzugt würden bei dem nach wie vor historisch niedrigen Zinsniveau kurzfristige Termin- und täglich fällige Kundeneinlagen.

Die Bilanzsumme stieg um 7,5 Prozent auf 501 Millionen Euro und überschritt erstmals die 500-Millionen-Grenze. Das betreute Kundenvolumen (einschließlich Verbund) erhöhte sich um 44 Millionen Euro beziehungsweise 4,3 Prozent auf über eine Milliarde. Der Rückgang beim Zinsüberschuss um 400 000 Euro auf neun Millionen habe durch den um 600 000 Euro auf 4,3 Millionen deutlich gestiegenen Provisionsüberschuss mehr als kompensiert werden können.

Der Jahresüberschuss betrug knapp 1,2 Millionen und bewegte sich etwa auf Vorjahreshöhe. Die VR-Bank kann somit ihr Eigenkapital erneut deutlich stärken und eine angemessene Dividende ausschütten.

Der allgemeine Erfolg im abgelaufenen Geschäftsjahr liegt in der Fortsetzung des Aufschwungs der deutschen Wirtschaft begründet; die damit einhergehende sinkende Arbeitslosigkeit besonders in Baden-Württemberg trug ein übriges bei. Die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen und Privatpersonen hielt an.

Stolz auf die neue Filiale in Fahrnau

Auch die VR-Bank investiert: Im Sommer will das Kreditinstitut seine neue Fahrnauer Geschäftsstelle am neuen Standort in der Roggenbachstraße einweihen. Rund 700 000 Euro für die reine Bankfiliale nimmt die VR-Bank in die Hände, die sich durch das neue Umfeld - am Fußweg zur Innenstadt und zur neuen Schlattholz-Halte­stelle der Regio-S-Bahn - neben den Fahrnauern auch Kunden aus dem nördlichen Schopfheim erhofft. „Wir sind stolz darauf, eine neue Stelle zu eröffnen“, so Bernhard Schlageter.

Für die Geschäftsstellen in Schopfheim, Fahrnau, Maulburg und Zell sowie mittelfristig auch für die in Todtnau-Geschwend könne eine Bestandsgarantie gegeben werden. „Wir haben jedes Jahr mehr Kunden.“

Dass diese trotz der Möglichkeiten, auch in Geschäften Geld abzuheben und des wichtigen Online-Bankings noch persönlichen Beratungsbedarf in der Bank haben, liegt für Vorstandsmitglied Ines Niederschuh auf der Hand. Wer zum Beispiel einmal im Leben ein Haus baue, der habe auch Bedarf an persönlichem Kontakt zu seiner Bank.

Mit 11 047 Mitgliedern ist die VR-Bank Schopfheim-Maulburg die größte Personenvereinigung im mittleren und oberen Wiesental. Sie betreibt in ihrem Geschäftsgebiet fünf Geschäftsstellen und drei SB-Geschäftsstellen. Das neue Kundenservice-Center wird weiter ausgebaut. Die VR-Bank beschäftigt derzeit 85 Mitarbeiter, davon acht Auszubildende. Im Herbst werden wieder drei neue Azubis mit von der Partie sein; 2018 lernten zudem zehn Praktikanten den Bankbetrieb kennen.

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