Schopfheim Riesenklotz mit guter CO2-Bilanz

Ein Riesenklotz: Welche stattlichen Ausmaße die neue Sporthalle auf dem Campus-Gelände bei der Friedrich-Ebert-Schule wirklich hat, ist spätestens jetzt zu erkennen, da sich der wuchtige Rohbau in voller Größe in die Höhe reckt.

Von Werner Müller

Schopfheim . „Das sind schon imposante Dimensionen“, zeigte sich Bürgermeister Dirk Harscher beeindruckt, als er am Donnerstag gemeinsam mit Architekt Ingo Herzog und Marina Milarch vom Gebäumanagement der Stadt die Baustelle besichtigte.

„Man erkennt auf jeden Fall, wo unser Geld jetzt steckt“, sagte das Stadtoberhaupt, dem vor allem die neun gewaltigen Leimbinder imponierten, die sich auf einer Länge von bis zu 36 Meter über die gesamte Hallenbreite spannen. Nächste Woche müssen sie ihre Feuertaufe bestehen, wenn sie das Dach zu tragen bekommen.

Eigentlich wäre das auch der Zeitpunkt für das Richtfest. Doch in Anbetracht der Corona-Regelungen will die Stadt auf eine solche Feier verzichten. Als kleine Entschädigung soll es für Planer und Handwerker in kleinem Rahmen nur einen Imbiss geben.

Rund zwölf Millionen Euro kostet der Neubau, unter dessen Dach neben der Sporthalle auch das neue Jugendzentrum seinen neuen Platz bekommt.

Nach Angaben von Architekt Ingo Herzog befindet sich das Projekt im Großen und Ganzen im Zeitplan. Lediglich bei den Leimbindern gab es eine Verzögerung von etwas vier bis fünf Wochen – bei einem Projekt dieser Großenordnung aber kein Problem. Auch mit dem massiven Wintereinbruch hatten die Handwerker zu kämpfen. So mussten sie die Außentreppen mit Heißwasser vom Schnee befreien. Wenn alles klappt, soll der Neubau in etwa einem Jahr fertig sein – danach macht die Abrissbirne die alte Sporthalle platt und gibt den Weg frei für die Fertigstellung des Jugendzentrums.

Die neue Sporthalle bietet auf der Tribüne 300 Zuschauern Platz. Sie lässt sich in drei separate Abschnitte unterteilen (Dreifachhalle). Insgesamt stehen sechs Umkleideräume zur Verfügung. Treppen und Tribüne bestehen aus geschliffenem Estrich – zwar „etwas teurer“ (Milarch), dafür aber auch sehr haltbar.

Während das Untergeschoss aus Stein und Beton besteht, dominiert Holz das Erdgeschoss. „Das verbessert die CO2-Bilanz“, betont Martina Milarch. Überhaupt sei das Bauwerk als „sehr ökologisch“ zu bezeichnen, weil nur Materialien mit einem Nachhaltigkeits-Zertifikat zum Einsatz kommen.

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