Schopfheim „Schlimmer als in der DDR“

Wird immer teurer: der Umbau der Kita am Markt. Foto: Werner Müller

Schopfheim (ma). Der Erweiterung des Kostenrahmens für Brandschutzsanierung und Anbau bei der Kita am Markt stimmte der Gemeinderat zu. Sprich: die Kita-Erweiterung wird teurer, und zwar um 668700 Euro.

Die Dreigeschossigkeit mache den Brandschutz teurer, erläuterte Fachgruppenleiterin Martina Milarch. Dazu komme noch die Barrierefreiheit und die Tatsache, dass der Anbau tiefer als geplant gesetzt werden muss – außerdem sitze einem die Zeit im Nacken.

Martina Milarch erinnerte daran, dass die Stadt immer noch Containermiete zahlen muss. Obwohl mit dem Kita-Bau noch nicht begonnen wurde, sei aber geplant, ihn im September 2022 zu beziehen.

Die Gesamtkosten belaufen sich nun – Stand jetzt – auf 2,6 Millionen Euro. Die Stadt erhält eine Förderung in Höhe von mehr als 1,3 Millionen. „Wir sind mit den Kosten noch unter dem, was ein Kindergartenneubau kosten würde“, betonte Martina Milarch. Die Entscheidung, die vorhandene Kita zu erweitern, sei richtig, denn der Ort sei attraktiv, man dürfe ihn nicht aufgeben.

Bürgermeister Harscher machte auf die „dramatische Situation“ auf dem Bausektor aufmerksam. Er wisse, dass es zum Beispiel 48 Wochen Lieferzeit „für irgendwelche Schrauben“ gebe. Es sei „schlimmer als in der DDR“, habe er schon von jemandem gehört, der aus der DDR stammt. „Das Marktumfeld ist eine kleine Katastrophe“, so Harscher.

Für Unmut sorgte bei den Gemeinderäten, dass mehr als 110 000 Euro für die Inneneinrichtung vorgesehen sind, da die eingelagerten Möbel wegen eines undichten Dachs nass und damit unbrauchbar geworden sind, wie Martina Milarch mitgeteilt hatte. So warnte Martina Hinrichs (SPD) davor, einen Präzedenzfall zu schaffen. Man müsse nicht komplett neue Möbel anschaffen, es gebe auch noch andere Kindergärten in der Stadt, sagte sie.

Auch Kai Horschig (Freie Wähler) äußerte seinen Unmut über die Kostenentwicklung. Schließlich forderte Martina Hinrichs zusammen mit Michael Straub (Grüne), diesen Kosten noch nicht zuzustimmen. Der Rat ließ dies bei seiner Abstimmung denn auch mehrheitlich außen vor.

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