Schopfheim „Schule kommt wieder in gute Hände“

Einen Blumenstrauß überreichte Bürgermeister Dirk Harscher Kristina Moos, die zur neuen Leiterin der Grundschule Wiechs ernannt wurde, was auch Fachbereichsleiter Jürgen Sänger freut (von links). Foto: Petra Martin Foto: Markgräfler Tagblatt

Schopfheim (ma). Gelungene Übergabe, keine Vakanz: Nachdem Rosemarie Jäkel als Leiterin der Grundschule in Wiechs in den Ruhestand verabschiedet worden ist, hat Kristina Moos als neue Rektorin bereits ihre Arbeit aufgenommen.

„Ich freue mich über diesen nahtlosen Übergang“, unterstrich Bürgermeister Dirk Harscher bei einem Pressegespräch. Es handle sich um eine sehr gut geführte Schule, die nun wieder in gute Hände komme.

Es ist auch ein reibungsloser Übergang: Kristina Moos arbeitet schon seit acht Jahren als Lehrerin an der Schule. Die 44-Jährige ist in Adelhausen aufgewachsen, mit Mann und dem 22-jährigen Sohn lebt sie in Niedereichsel. „Ich bin verwurzelt am Dinkelberg“, sagt sie.

Bevor die Pädagogin beruflich nach Wiechs wechselte, war sie in einer großen Stadtschule in Rheinfelden tätig. Den Wechsel hat sie nicht bereut. „Eine kleine Schule hat ihren besonderen Charme, weil man die Kinder alle persönlich kennt“, so die frisch gebackene Rektorin.

Sie freue sich, dass die kleine Wiechser Schule mit rund 80 Kindern, vier Klassen und fünf Lehrkräften (einschließlich der Schulleitung) erhalten bleibt. Denn die Tendenz gehe zu großen Schulzentren, weiß sie. Den Erhalt kleinerer Schulen hält sie indes für bedeutend; sie seien wichtig fürs Dorfleben. Und es gelte: „kurze Beine, kurze Wege“.

Die neue Schulleiterin steht für Erfahrung und Kontinuität. Sie hat die Naturparkschule in Wiechs mit aufgebaut und eng mit ihrer Vorgängerin zusammengearbeitet. Nun freut sich Kristina Moos, diese Arbeit fortzuführen. Die Schule sei „recht gut“ ausgestattet, auch was den Medienbereich angehe. Es gelte, mit der Zeit zu gehen und beides zu berücksichtigen, betont die Rektorin: also die Fortschreibung des Medienentwicklungsplans – ohne Medien gehe es heute auch in der Grundschule nicht – und als „Super-Ergänzung“ die Naturparkschule zu betreiben. Denn hier können Kinder als Ausgleich zur Computerarbeit mit ihren Sinnen die Natur erkunden und so Kultur und Natur kennenlernen: „Es gibt verschiedene Module, die den Kindern die Heimat nahebringen.“

Kristina Moos’ Fachgebiet ist nebenbei bemerkt die Kunst – es sei indes allemal wichtig, Grundschulkinder in allen Bereichen zu stärken.

Wenn sich die neue Rektorin zum Einstand etwas wünschen dürfte, wäre es die Verschönerung des Schulhofs, der durch den Hallenbau gelitten hat. Vom Spielplatzbereich sei nicht mehr viel übrig; ein paar neue Spielgeräte wären gut. Auch an der Schule selbst wurden in der Vergangenheit zahlreiche Baumaßnahmen umgesetzt, so laufen dort aktuell die Brandschutzarbeiten; vielleicht lässt sich der Schulhof nach deren Abschluss tatsächlich verschönern.

Fachbereichsleiter Jürgen Sänger berichtete, die Stadtverwaltung habe seit der Erarbeitung des Medienentwicklungsplans 2018 engen Kontakt mit Kristina Moos. Die Pädagogin habe sich „auf große Fußstapfen“ beworben, so Sänger; umso erfreulicher sei nun, dass ein nahtloser Übergang gelungen sei.

Kristina Moos sagte übrigens auf Nachfrage, manche Ortschaftsratssitzung besuchen zu wollen – aber anders als ihre Vorgängerin nicht jede.

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