Schopfheim Schulgebäude im Wandel der Zeit

Christoph Schennen

Die Architektenkammer Baden-Württemberg, Regionalgruppe Lörrach, stellt heute, Samstag, 25 Juni, dem „Tag der Architektur“, zwei Schulgebäude in Schopfheim vor.

Von Christoph Schennen

Schopfheim. Im Mittelpunkt stehen das Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) und der Campus. Christoph Geisel, Freier Architekt und Vorsitzender der Kammergruppe Lörrach, führt die Zuhörer ab 14.30 Uhr über die Schulgelände. Das Atrium und die Turnhalle des THG wurde laut Internetlexikon in den sechziger Jahren vom Stuttgarter Architekturbüro Behnisch & Partner geplant. „Anlässlich des 100-jährigen Geburtstags von Günter Behnisch (er starb 2010 in Stuttgart) besuchen wir das THG“, sagt Geisel. „Wir wollen von den Schopfheimern erfahren, ob sich die Schule heute noch gut benutzen lässt.“

Danach lernen die Architektur-Fans den modernen Schulcampus kennen, um zu sehen, „wie man 50 Jahre später mit dem Thema Schule umgeht“, sagt Geisel. Zu sehen sein wird die alte Schule, die hergerichtet wird, die neue Schule und die im Bau befindliche Sporthalle. Auch ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung will an der Architektur-Tour teilnehmen.

Geisel hält es für wichtig, dass Bildung hinreichend gefördert wird. Damit einher gehe auch die Errichtung eines zweckmäßigen Gebäudes. Die Gebäudeplanung des Campus wurde von einem Architekturbüro aus Linz durchgeführt. Die Österreicher gewannen den ersten Preis des nicht-offenen Realisierungswettbewerbs. Vorteil eines Wettbewerbs sei es, so Christoph Geisel, dass der Bauherr viele Ideen bekomme, aus denen er dann die optimale Gestaltung auswählen könne.

Der „Tag der Architektur“ ist eine bundesweite Veranstaltungsreihe, bei der Bürger Beispiele für gelungene Bauten kennenlernen können. Er fand erstmals 1994 in vier Bundesländern statt. „Der Aktionstag hat eine große Öffentlichkeitswirkung“, stellt Christoph Geisel fest. „Die Bürger freuen sich immer, wenn sie private Häuser besuchen dürfen, um zu gucken, wie die Bürger wohnen.“ Nichts erfahre eine so hohe Wertschätzung wie das eigene Zuhause oder die Gestaltung des Arbeitsplatzes. „Wenn man sich in einem Raum nicht wohlfühlt, hat das nicht nur mit Lärm und den Kollegen zu tun, sondern auch mit dem Raum selber“, betont Geisel.

Wichtig sei es daher, dass die Bürger Einfluss nähmen auf die Gestaltung ihrer Wohn- und Arbeitsumgebung. Der „Tag der Architektur“ schaffe ein Bewusstsein für die Möglichkeiten, die Architektur biete. Bei der Vorstellung gelungener Projekte wolle man sich laut Geisel nicht auf Projekte aus Lörrach beschränken, sondern auch „in den Landkreis hinausgehen und Projekte, die ungewöhnlich sind, hervorheben.“

Teilnehmer aus Lörrach und Umgebung treffen sich um 14 Uhr am dortigen Busbahnhof. Von dort geht es mit dem Omnibus nach Schopfheim. Wer mit dem Bus mitfahren will, muss sich bei Christoph Geisel

anmelden (E-Mail: kg-loe@akbw.de). Alle Tourteilnehmer sollen eine medizinische Maske mitbringen.

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