Schopfheim Senioren sehen Klärungsbedarf

Gudrun Gehr
Im Zuge der Bauarbeiten in Langenau wurden Bushaltestellen und Straßenübergänge barrierefrei gestaltet. An anderen Stellen in der Stadt sieht der Stadtseniorenrat aber weiterhin viel Luft nach oben. Foto: Anja Bertsch

Die Rückschau auf die Präsentation des Verkehrskonzeptes der Stadt Schopfheim nahm den größten Raum in der jüngsten Sitzung des Stadtseniorenrats ein.

Sprecher Hannes Schneider, der die Präsentation des Verkehrskonzepts in der vorvergangenen Woche besucht hatte, zeigte sich unzufrieden mit der Darstellung der Pläne. Nicht immer seien die Vorstellungen der Planer verständlich gewesen. Schneider betonte: „Es ist wichtig, dass auch die Belange der Senioren in die Konzepte Eingang finden.“ In diesem Zusammenhang kritisierte er beispielsweise, dass sich das Gebiet rund ums Oberfeld nicht in der Planung wiederfindet. Auch seien noch zahlreiche Fragen offen, beispielsweise zur „willkürlichen Anordnung der Zebrastreifen“ im Stadtgebiet. Auch die Priorisierung der Maßnahmen habe man der Präsentation nicht entnehmen können.

Der Seniorenrat seinerseits setze die Schwerpunkte auf sichere Fußgängerüberwege, Zebrastreifen und Gehwegabsenkungen. Wichtig seien auch der öffentliche Nahverkehr sowie sichere Radwege. Robert Bartlett kritisierte die Liste mit 150 „Maßnahmenpotenzialen“ als unübersichtlich. Überlegt wurde, einen Planer der an der Erarbeitung des Verkehrskonzepts beteiligten Büros nochmals in den Seniorenrat einzuladen, um Klarheit über die Planungen zu erhalten.

Barrierefreiheit

„Wir müssen uns künftig wahrscheinlich mit kleinen Schritten zufriedengeben“, sagte Hannes Schneider mit Blick auf die in den Augen des Seniorenrats arg zögerlichen Fortschritten in Sachen Barrierefreiheit. Er nahm damit Bezug auf einen kleinen Schlagabtausch mit dem Technischen Beigeordneten Thomas Schmitz in der Gemeinderatssitzung im Juni. Schneider hatte dort moniert, dass konkrete Schritte zur Barrierefreiheit wie etwa die Absenkung von Verkehrsinseln oder ein schon lange gewünschter Zebrastreifen in der Hebelstraße immer wieder verschoben würden. Schmitz hatte daraufhin eine Liste mit Verbesserungen präsentiert, die in jüngerer Zeit eben doch verwirklicht wurden – darunter vor allem Maßnahmen im Zuge der Straßensanierung in Langenau, aber auch Gehwegabsenkungen im Oberfeld oder das Aufstellen von Seniorenbänken. Diese Umbauten fanden in der Sitzung denn auch das ausdrückliche Lob von Schneider. Gleichwohl bleibe die Erkenntnis, dass man sich in diesem Bereich keine Hoffnungen auf schnelle Fortschritte machen dürfe.

Post lässt weiter warten

Verzögerungen gibt es auch bei der Neueröffnung der Poststelle in Fahrnau: Diese sollte Ende Juni öffnen –nachdem ein Mitarbeiter die Post jedoch versetzt hat, heißt es weiter warten (wir berichteten). Neuer Termin für die Eröffnung ist der 15. Juli.

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