Schopfheim „Sparen in allen Bereichen“

SB-Import-Eidos
Potenzial zum Stromsparen: Straßenlaternen. Foto: Pixabay

Schopfheim. Vor dem Hintergrund der angespannten Lage auf dem Energiemarkt fordert die CDU-Fraktion die Stadtverwaltung auf, rasch Energiesparmaßnahmen zu ergreifen. Einen entsprechenden Antrag adressierte Fraktionssprecher Jeannot Weißenberger gestern an Stadtverwaltung und Öffentlichkeit.

„Die durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten massiven Verwerfungen auf dem internationalen Energiemarkt erfüllen auch uns in der CDU Schopfheim mit Sorge“, heißt es in dem Schreiben. Steigende Preise beträfen Privathaushalte, Gewerbe, Industrie und auch alle öffentlichen Einrichtungen. Ein ernstzunehmendes Thema, speziell mit Blick auf die kommende Heizperiode, sei die Versorgungssicherheit.

Da eine umfassende Energiewende nicht von heute auf morgen umgesetzt werden könne, müsse die Versorgungssicherheit zwischenzeitlich mit den vorhandenen Ressourcen gewährleistet werden. „Daher gilt es, in allen Bereichen Energie einzusparen“, konstatiert die CDU.

Den CDU-Mitgliedern sei durchaus bewusst, dass die strategischen Weichenstellungen beim Thema Energie auf anderen politischen Ebenen beschlossen werden; dennoch sei man der Ansicht, „dass alle einen Beitrag zur Überwindung der prekären Situation leisten müssen“. Oft könne mit überschaubarem Aufwand und geringer Opferbereitschaft ein bedeutender Energiespareffekt erzielt werden. „Jedes Kilowatt zählt!“, heißt es in der Mitteilung.

„Wir fordern die Stadtverwaltung auf, alle Bereiche, in denen es gesetzliche Spielräume gibt, auf kurzfristig zu erzielende Energiesparmaßnahmen mit einem verhältnismäßig geringen Eingriff in andere Interessen der Bürgerschaft zu überprüfen und unverzüglich umzusetzen“, formuliert die Fraktion in ihrem Antrag. Als Beispiele nennt die CDU die Straßenbeleuchtung und schlägt späteres An- und früheres Abschalten vor – morgens und abends je um eine halbe Stunde –, oder den vorübergehenden Verzicht auf das Anstrahlen öffentlicher Gebäude zu Werbezwecken oder aus ästhetischen Gründe. Weiteres Potenzial sieht die Fraktion im Bereich Verkehrsführung /Mobilität, in der geringeren Kühlung von Räumen durch Klimaanlagen und nicht zuletzt im Bereich Gremienarbeit (Papierverbrauch, digitale Sitzungen). Auch der Einbau von Bewegungsmeldern anstelle von Lichtschaltern solle als dauerhafte positive Veränderung in Erwägung gezogen werden.

„Dabei gilt es auch die Bürgerschaft mit einzubeziehen“ erwähnt die CDU abschließend. Dies sollte nach Möglichkeit unter Einbindung der lokalen kommunalen Energieversorger durch eine Aufklärungskampagne für das Energiesparen in örtlichen privaten Haushalten und Gewerbebetrieben erfolgen.

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