Schopfheim Spiele und süße Überraschungen

Markgräfler Tagblatt
Mit Obst und Süßigkeiten überraschten AK Integration und „Schopfheim hilft“ die Familien von Geflüchteten. Foto: zVg

Schopfheim - In guter Tradition gelang es den Ehrenamtlichen von „Schopfheim hilft“ und dem Arbeitskreis Integration (AKI) auch unter erschwerten Coronabedingungen, den Geflüchteten eine weihnachtliche Freude zu bereiten.

Die Helfer beider Organisationen zogen kurz vor Weihnachten los, um Spenden bei den Supermärkten zu erbitten.

Zusammen mit Spielen, gespendet vom Schatzstübli der AWO, packten sie Süßigkeiten, Knabbereien und Obst in über 40 Tüten und verteilten diese zusammen mit einem Weihnachtsbrief an die ihnen bekannten Haushalte im ganzen Stadtgebiet.

Auch die Bewohner der neu belegten Gemeinschaftsunterkünfte in Wiechs und Fahrnau konnten sie so mit Äpfeln, Mandarinen und Orangen beschenken.

Diese weihnachtlichen Aktionen hatten bereits 2015 begonnen, als alle Bewohner des Zeltes auf dem Oberfeldplatz, dicht belegt mit jungen Geflüchteten und Familien aus Syrien, Afghanistan und Albanien, zu einem weihnachtlichen Fest zusammen kamen.

Die zahlreichen Helfer konnten mit Gebäck und liebevoll gefüllten, gespendeten Tassen alle Bewohner überraschen und mit weihnachtlichen Liedern Trost in ihre unsichere Lage bringen.

In den folgenden Jahren fanden in der Gemeinschaftsunterkunft in der Blasistraße in Fahrnau jeweils Lichterfeste statt, bei denen Bewohner und Helfer mit lustigen Spielen, Liedern mit Gitarrenbegleitung und selbst gebackenen Spezialitäten gemeinsam feierten. Eine Bescherung aller mit großzügigen Spenden örtlicher Supermärkte und Banken, verpackt in Socken, gehörte dazu.

Seit die Geflüchteten ab 2019 in städtischen Anschlussunterkünften oder privaten Wohnungen verstreut lebten, mussten die Helfer die gesammelten Spenden ohne gemeinsames Treffen persönlich vorbeibringen. Sie waren beeindruckt von der Freude und Dankbarkeit, die ihnen entgegengebracht wurde.

Auch in diesem schwierigen Coronajahr 2020, in dem die Aktivitäten von „Schopfheim hilft“ und Begegnungen in und um den Treff des AK.I in der Austraße nur sehr eingeschränkt und zuletzt gar nicht mehr möglich waren, sollte die Verbindung zu unseren „Neubürgern“ nicht ganz unterbrochen werden.

Schon im August hatte eine kleine Gruppe von Engagierten im Dammweg mit rund 15 Kindern unter freiem Himmel ihre Spiel-, Mal- und-Bastelnachmittage abgehalten und die bei verschiedenen Spendern gesammelten Utensilien an die Kinder verteilt.

Als auch diese direkten Kontakte selbst im Freien nicht mehr möglich waren, packten sie Tüten mit Mal- und Bastelvorschlägen und dem dazugehörigen Material in liebevoll geschmückte Papiertüten und verteilten sie an die Kinder.

In den nächsten Monaten wird sich der Verein in Online-Sitzungen treffen, um laufende und zukünftige Aktionen zu besprechen. Geplant ist auch, die Sprachkurse sobald wie möglich wieder aufzunehmen.

Der AKI bittet Menschen, die sich an einem Tag in der Woche ein bis zwei Stunden Zeit nehmen können, in die sprachliche Ausbildung der neuen Geflüchteten miteinzusteigen, und versichert, dass dafür keine Ausbildung, sondern nur Engagement nötig ist. Eine Strategie, wie Ausbildung auch unter den aktuellen Bedingungen funktioniert, ist derzeit in Arbeit.

Weitere Informationen: Kontaktaufnahme ist über www.integration-schopfheim.de möglich

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