Schopfheim Unterstützung gilt immer der ganzen Familie

Markgräfler Tagblatt
Simone Frache und Eva Hess stellten den ambulanten Hospizdienst für Kinder und Jugendliche vor. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Schopfheim. Der Kiwanis-Club Wiesental unterstützt den ambulanten Hospizdienst für Kinder und Jugendliche. Bereits Mitte 2017 war es zu einem ersten Kontakt zwischen den beiden Organisationen gekommen.

Der Hospizdienst, Teil des Malteser Hilfsdienstes, war damals noch im Aufbau. Der Kiwanis-Club beschloss in Absprache mit der Koordinatorin, in Kontakt zu bleiben, um zu einem passenden Zeitpunkt über die Entwicklung informiert zu werden.

Das Warten hatte nun ein Ende, und beim jüngsten Clubabend waren Simone Frache, die den Dienst leitet, und Eva Hess, eine von derzeit 15 ehrenamtlichen Mitarbeitern, zu Gast. Simone Frache präsentierte in eindrücklicher Weise den Hintergrund, die Struktur und die vielfältigen Aufgaben. Von der Theorie ging es dann zur Praxis, und Eva Hess schilderte an einem aktuellen Beispiel aus ihrer Arbeit, welche Unterstützung sie konkret innerhalb einer Familie, bei der ein Kind von einer lebensbegrenzenden beziehungsweise lebensbedrohenden Krankheit betroffen ist, bietet.

Was aus ihrer Schilderung deutlich wurde, ist die Tatsache, dass es um weit mehr als das betroffene Kind geht. Auch Eltern und besonders Geschwister brauchen Begleitung und Unterstützung bei der Trauerbewältigung. Wichtig ist es daher, immer die ganze Familie dauerhaft im Blick zu haben.

Unterstützung wird auch Kindern geboten, die den Tod von Eltern bewältigen müssen. In der anschließenden sehr lebhaften Diskussion wurde eines ganz deutlich: Emotionale Empathie ist sicherlich eine Grundvoraussetzung, um diese Arbeit zu leisten. Das allein reicht aber nicht. Darüber hinaus ist eine gezielte und tiefgehende Ausbildung zu absolvieren und auch die Teilnahme an Seminaren zur Weiterbildung ein unbedingtes Muss. Für die betroffenen Familien ist neben den emotionalen Aspekten auch wichtig, dass die Leistung des Hospizdienstes kostenfrei ist und dass die Schweigepflicht eingehalten wird.

Um diese Trauerarbeit optimal anbieten zu können, braucht es entsprechende finanzielle Mittel, die zum überwiegenden Teil über Spenden bereitgestellt werden. Die Mitglieder des Kiwanis-Clubs waren sich sofort einig, dass diese wichtige Arbeit unterstützt werden soll. Sie werden dem Hospizdienst eine Spende von 1000 Euro übermitteln.

Um diese Trauerarbeit auszubauen, sucht der Hospizdienst weitere ehrenamtliche Mitarbeiter. Interessenten wenden sich an Simone Frache, Eisenbahnstraße 2 in Steinen, Tel. 0151 / 655 312 20. Weitere Informationen unter www.kinderhospizdienst.­loerrach@malteser.org.

Umfrage

Impfung

Was halten Sie von den Forderungen nach einer allgemeinen Corona-Impfpflicht?
Ergebnis anzeigen
loading