Schopfheim Verlässliche Grundschule: Weitere Gruppe nötig

In Langenau soll eine zusätzliche Betreuungsgruppe für die „Verlässliche Grundschule“ entstehen. Foto: Markgräfler Tagblatt

Schopfheim-Langenau - Großen Gesprächsbedarf hatte der Ortschaftsrat Langenau  beim Thema einer weiteren Betreuungsgruppe in der „Verlässlichen Grundschule“.

Die „Verlässliche Grundschule“ existiert seit dem Schuljahr 2000/2001 als Nachfolger der sogenannten „Kernzeitbetreuung“. Sie besteht aus verlässlichen Unterrichtsblöcken, die in den Randzeiten des Unterrichts durch Betreuungsangebote der Kommunen oder freier Träger ergänzt werden können.

Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Aufgabe des Schulträgers, ein Rechtsanspruch existiert hier nicht. Das Betreuungsangebot „Verlässliche Grundschule“ umfasst in der Kernstadt und in den Teilorten insgesamt 210 Plätze, davon sind aktuell 200 belegt.

Ein Betreuungsangebot in Langenau besteht ebenfalls, allerdings existiert eine lange Warteliste.

Ortsvorsteher Walter Würger berichtete, dass für die Bildung einer neuen Gruppe die Räumlichkeiten im evangelischen Gemeindehaus, die Sporthalle oder das Probelokal im Rathaus in Frage kämen. Als geeignet habe sich schließlich das Probelokal herauskristallisiert. Die Kosten der neuen Gruppe seien im städtischen Haushalt noch nicht gedeckt, sie belaufen sich nach seinen Worten auf rund 14 000 Euro.

Elternvertreter Martin Brutschin sagte, dass viele junge Familien auf Hilfe angewiesen sind und mahnte: „Eltern sind häufig gezwungen, beide arbeiten zu gehen. Das Kind wird dann in der Grundschule von 8.30 Uhr bis 12 Uhr unterrichtet, weitere Betreuung existiert nicht.“ Denn „nicht jeder hat Oma oder Opa in der Nähe“, sagte Brutschin und wies auf die fehlenden 15 Betreuungsplätze in Langenau hin.

Betroffen seien auch Kinder, die seit fast zwei Jahren einen Platz brauchen. Der Elternvertreter verwies auf die fehlende Infrastruktur der Kinderbetreuung im Dorf, insbesondere auf die Bedürfnisse der jungen Familien, die in den neuen Baugebieten zugezogen sind. „Die Not ist riesig“, sagte er.

„Die Warteliste der Kinder wird immer länger“, bestätigte der Ortsvorsteher. Man könne nicht über weitere Baugebiete für junge Familien sprechen, wenn die notwendige Infrastruktur nicht vorhanden sei. Würger: Das passt nicht zusammen“.

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