Schopfheim Viele Ideen für das beliebte Kleinod

Christoph Schennen
Wollen das Schweigmatter Bad erhalten: (von links) Jörg Jost, Thomas Jost, Andrea Strübe und Frank Uehlin.                                                                                                                                                                                                                            Foto: Christoph Schennen

Der Schweigmattverein hat bei seiner Generalversammlung über die Zukunft des von ihm betriebenen Freibads diskutiert. Von der Stadt bekam der Verein für dieses Jahr 40 000 Euro für den Betrieb, für 2023 sind es 35 000 Euro. Die Stadt will, dass der Verein bis Ende 2023 ein Konzept entwickelt, um den langfristigen Betrieb des Bads sicherzustellen.

Von Christoph Schennen

Schopfheim-Raitbach. Ein Bad zu betreiben ist aufgrund der Technik, die es zum Betrieb braucht, teuer. Hinzu kommt, dass es schwierig ist, Badeaufsichten zu finden. Die Schweigmatter lieben ihr Bad aber so sehr, dass sie es nicht aufgeben wollen. Bei warmem Wetter ist es einfach praktisch, nicht erst lange Strecken fahren zu müssen, um zu einer Erfrischungsmöglichkeit zu gelangen.

Ortsvorsteher Wilhelm Tholen sagte: „Unser Ziel ist es, das wunderschöne Kleinod zu erhalten.“ Denkbar wäre, aus dem Freibad ein Naturbad zu machen. Ein Teil der Wasserfläche wäre dann mit Schilf oder ähnlichem bepflanzt, weil Pflanzen in einem Naturbad das Wasser reinigen.

Naturbad ohne Aufsicht

Dann bräuchte man womöglich auch keine Schwimmaufsicht mehr. Tholen meinte: „Wir müssen schauen, was geht und was wir machen können.“ Der Verein will nun Experten kontaktieren, um zu erfahren, wie die Mitglieder das Bad weiterentwickeln können beziehungsweise welche Fördergelder sie für eine Umgestaltung bekommen können.

Angebote für Kinder

Susanne Greiner wies darauf hin, dass viele Kinder nicht mehr schwimmen können. Sie schlug vor, die Schulen dazu zu animieren, Wandertage in Schweigmatt zu verbringen. Dabei würden die Kinder auch das Freibad kennenlernen. Das Bad soll ferner durch Veranstaltungen belebt werden. Abseits der Öffnungszeiten des Kioskbetriebs könnten Vereine eigene Veranstaltungen durchführen. Der Kioskbetrieb lohnt sich nur in der Freibadsaison, wie die Kioskbetreiberin Beate Höller festgestellt hat.

Einen wichtigen Part bei der Neuausrichtung des Bads spielt auch der in diesem Jahr gegründete Förderverein, über deren Aktivitäten Andrea Strübe informierte.

Wohnmobildebatte

Vorsitzender Thomas Jost berichtete dann noch über sein Bemühen für einen Wohnmobilstellplatz auf dem Parkplatz beim Freibad. Das Landratsamt Lörrach hat im März vier Wohnmobilstellplätze abgelehnt, im August dann die drei autarken Wohnmobilstellplätze, die der Verein daraufhin beantragt hatte, ehe dann im September die Behörde untersagte, einen Wohnmobilstellplatz auf der Grünfläche einzurichten. Eine Änderung des Flächennutzungsplans und eine Überplanung der Fläche mit Schwimmbad und Parkplatz sei wohl notwendig, um einen Platz für die großen Fahrzeuge genehmigt zu bekommen.

Wahlen

Weil die Generalversammlung letztes Jahr ausgefallen war, standen Wahlen an. Im Vorstand hat sich nichts geändert: Vorsitzender ist Thomas Jost, zweiter Vorsitzender Frank Ühlin. Rechner sind Michael Deiß und Bernd Tanner, Jörg Jost ist Schriftführer. Beisitzer sind Bernd Schmidt und Fabian Kranzmann, Kassenprüfer Ralf Kranzmann und Susanne Greiner.

Die nächste Generalversammlung ist am Donnerstag, 9. Februar, das Scheibenfeuer oberhalb des Waldhauses voraussichtlich am Samstag, 25. Februar. Der Schweigmattverein hat 49 Mitglieder.

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