Schopfheim Vier Manuskripte sind schon fertig

Linnea Gehlert freut sich, dass die Abitur-Prüfungen hinter ihr liegen. Foto: Christoph Schennen

Schopfheim - Linnea Gehlert liebt die deutsche Sprache. Und sie liebt es Geschichten zu erzählen. Und darüber zu reden, wie ein Roman oder eine Kurzgeschichte überhaupt erst entsteht. Denn von der ersten Romanidee bis zur Veröffentlichung ist es für eine Debütantin ein weiter Weg.

Im Sommer 2017 hat sie einen Blog namens „Schreibschwestern“ gegründet, in dem sie ihre Erfahrungen mit dem Schreiben mitteilt. Ihr Bruder ist Informatiker und hat ihr bei der Erstellung der Webseite geholfen.

Mit Jana Schönbett hat Linnea Gehlert eine kongeniale Partnerin gefunden, eine langjährige Klassenkameradin, die die gleichen „Schreib-Probleme“ hat wie sie. Jana ist Linneas Schreibschwester. „Eine Schreibschwester motiviert und inspiriert dich, sie hilft und sie verteilt, wenn nötig Arschtritte“, sagt Linnea.

Eine Kurzgeschichte ist bereits erschienen

Die 18-Jährige hat den Blog gegründet, um „einen Platz zu schaffen, wo sich junge Schreiber austauschen können“. Das Durchschnittsalter der Nutzer zahlreicher Literaturforen sei hoch, sagt sie. „Schreibschwestern“ nehme die Probleme junger Autoren ernst. „Jeder einzelne Schreiber hat einen Feedbackpartner verdient, unabhängig davon wie alt er ist oder wie weit ab vom Schuss er auch leben mag“, heißt es in einem Eintrag des Blogs.

Der Austausch angehender Autoren findet dann nicht auf dem Blog statt, sondern über Instagram. Über diesen Kommunikationskanal entstehen dann auch Freundschaften, berichtet Linnea Gehlert.

Die junge Abiturientin hat schon vier Manuskripte fertig gestellt und drei weitere angefangen. „Ich bin aber faul, was das Korrigieren angeht“, sagt sie. Und deswegen ist bisher auch nur eine Kurzgeschichte der Maulburgerin erschienen – in der von Ramona Elena Herbst herausgegebenen Anthologie „Von Weltenbummlern und Lebenskünstlern“. Wenn die mündliche Prüfung im Fach Religion hinter ihr liegt und das Abitur gebührend gefeiert wurde, werde sie sich daran machen, die Manuskripte zu überarbeiten und sich einen Lektor zu suchen, verspricht sie.

Großen Spaß hat die Schülerin des Theodor Heuss-Gymnasiums (Schopfheim) auch an Poetry Slams. An 30 regionalen Slams und Lesebühnen pro Jahr nimmt sie teil. Ehe sie ihren Bundesfreiwilligendienst im Alten Wasserwerk in Lörrach antritt, will sie ihre Freunde, die sie bei Slams kennengelernt hat, besuchen. Das Alte Wasserwerk ist ihr zweites Zuhause, ein Ort, in dem sie sich aufgehoben fühlt.

Im kommenden Herbst will sie dann aber aufbrechen in neue Gefilde. „Ich möchte Germanistik und Politikwissenschaften studieren“, sagt sie und fügt hinzu: „Aber nicht in Freiburg.“ Danach möchte sie in einem Verlag oder einer Agentur arbeiten, aber nicht unbedingt als Lektorin. Und weiter Texte verfassen und sich darüber mit anderen austauschen.

Linneas Blog: schreibschwestern.ngehlert.de

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