Schopfheim Visionen für ein paar Millionen

Hat Großes vor mit Wiechs: WiBuFa-Prinz „Marc vom Lindeweg“. Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Markgräfler Tagblatt

Ein Sturm fegte über den Buckel. Er warf Absperrgitter und Verkehrszeichen um und brachte die Mitarbeiter des Ordnungsamts den Rand der Verzweiflung. Aber an den WiBuFa-Narren biss er sich die Zähne aus.

Von Hans-Jürgen Hege

Schopfheim-Wiechs . Der Glunkiumzug, auf den die närrische Gesellschaft um ihren Präsidenten Fritz Streule wegen des Hallenbaus zwei Jahre lang verzichten mussten, fand statt, auch wenn es für einige der Weißhemden bergauf mitunter doppelt so schwer, bergab dafür dann mit „Gebläse“ im Rücken schneller als erwünscht zum Narrenbrunnen hinunterging.

Dort stand einer hoch motiviert ganz oben – umjubelt vom Volk, dem er stolz Zepter und Ernennungsurkunde präsentierte: Prinz „Marc (Stocker) vom Lindeweg“.

Ein echter Wiechser sei er, betonte der frisch gekürte Buurefasnachtsregent. WiBuFa-Mitglied sei er nie gewesen, dafür aber eine „Hexe“ im Gündenhausener Zinken. Für das Dinkelbergdorf habe er „Visione“, die nur wenige Millionen kosten. Jedem wolle er eine Fotovoltaik-Zelle spendieren. Da es wohl nichts werde mit der „Feuerwache West“, sei es an der Zeit, „bi de alde Deponie ä eigeni Führwehr ane z baue.“ Vom Kalkofen bis zur Umgehungsstraße plane er eine Zufahrt für die Wehren rundum, die dann keine Personalprobleme mehr haben werden.

Damit aber noch nicht genug der Umwälzungen. Ein Staubecken zur Stromerzeugung werde er bauen mit einem Staudamm vom Ente­gast bis Enningen. Kreuzfahrten seien da möglich, ein Leuchtturm nötig. Dafür biete sich der Hohe-Flum-Turm an, den man lediglich rot anmalen und mit einer Lampe ausstatten müsse.

Viele Baustellen wird es also auf dem Narrenbuckel geben, darunter sicherlich „ewige Baustellen“, die auch das Motto des gestrigen Preismaskenballs waren.

Ortsvorsteher Ino Hodapp musste das geahnt haben. Er entschied sich für Plan B und machte Urlaub. Den Rathausschlüssel hatte er WiBuFa-Zeremonienmeister Stefan Dietz übergeben, der das Symbol der Macht dem Prinzen aushändigte.

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