Schopfheim Von der Bedeutung der Brunnen

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Robert Bartlett hat gemeinsam mit Robert Judge die Brunnen-Ausstellung im Museum konzipiert. Foto: Werner Müller

Das Museum lädt zu einer neuen Sonderschau ein. Die Ausstellung „Sprudelnde Kostbarkeit. Brunnen und Wasserberge in Schopfheim“ ist eine „Bürgerausstellung“.

Schopfheim . Robert Bartlett und Anthony Judge hätten sie unter reger Beteiligung vieler weiterer Menschen aus der Stadt und ihrer Umgebung kuratiert, heißt es in einer Mitteilung des Museums.

Anhand von Objekten, Bildern und Dokumenten aus allen Ortsteilen, von 1750 bis in die Gegenwart, illustriert die Ausstellung die Bedeutung von Brunnen im täglichen Leben der Bewohner. Dadurch werde ein authentisches Bild der Wasserversorgung am Beispiel einiger bekannter Laufbrunnen vermittelt.

Quellen am Entegast

Hätten die Schopfheimer ursprünglich die Wasserquellen ihres Hausberges Entegast benutzt und Brunnenmeister ein komplexes Leitungsgeflecht betreut, so dienten Brunnen später mehr als Viehtränke oder pittoreske Orts-Verschönerung, heißt es auf einem Handzettel zur Ausstellung.

Mit künstlerisch gestalteten Brunnen habe sich dieser Trend bis in die 1990er Jahre fortgesetzt. Doch der kommunale Sparzwang führe neuerdings zu Fragen: Sind die öffentlichen Brunnen Orte der sinnlosen Wasservergeudung? Oder - in einer immer wärmeren Welt - tragen sie vielmehr durch Verdunstung zu einem besseren Mikroklima bei? Sind Wuhr und Wasserwege der Stadt erhaltenswert? Erinnern sie an das industrielle Erbe der Stadt und verleihen dem Stadtbild Tiefe?

Die Ausstellung soll den Bürgern helfen, solche Fragestellungen für sich zu beantworten. Es gehe um die zentrale Frage: „Wie viel Altes darf man opfern für das Neue?“

Begleitprogramm

Die Ausstellung wartet auch mit Begleitveranstaltungen auf: Die offizielle Eröffnung ist am Sonntag, 22. Mai, um 11 Uhr im Roggenbachsaal des Museums. Die Ausstellung dauert bis zum 7. September.

Am Freitag, 27. Mai, ist um 19 Uhr ein Vortrag zum Thema „Wasser: Elixier des Lebens. Jüdisch-christliche Erzählungen“ von Uwe Gerber im Roggenbachsaal.

Am Sonntag, 29. Mai, ist um 14 Uhr zum Thema „Brunnen und Märchen“ ein Rundgang mit Hildegard Vierhuff. Treffpunkt ist am Museum.

Am Donnerstag, 2. Juni, findet um 19 Uhr ein Vortrag „Brunnen als Kleindenkmäler“ von Kreisarchivar Oliver Uthe statt.

Am Samstag, 2. Juli, wird um 10 Uhr zu einer Erkundung unter dem Titel „Brunnstuben am Entegast“ eingeladen. Leiter ist Thomas Schwald, Treffpunkt ist an der Wiesebrücke. Gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und Anmeldung sind erforderlich.

Am Donnerstag, 7. Juli, ist um 11 Uhr eine Ausstellungsführung mit den Kuratoren Robert Bartlett und Anthony Judge.

Kurzführungen

Am Sonntag, 10. Juli, werden ab 11 Uhr alle zwei Stunden Kurzführungen mit Museumschef Dominik Baiker durch die Ausstellung geboten. Thema: „Deuchel, Röhrfahrt und die Wasserkunst“.

Am Sonntag, 31. Juli, und Donnerstag, 18. September, findet jeweils um 10 Uhr eine Erkundung zum Thema „Brunnstuben am Entegast“ mit Thomas Schwald statt. Treffpunkt ist an der Wiesebrücke.

Weitere Informationen: Für Vernissage und Führungen unter per E-Mail anmelden: kultur@schopfheim.de

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