Schopfheim „Was für eine geile Zeit“

Schopfheim - „Der Sonne entgegen“: Diesen Hit schmetterte Ben Zucker beim Sommersound am Sonntag über den abendlichen Marktplatz. Den Dauerregen konnte er damit allerdings genau so wenig vertreiben wie dieser die gute Laune der rund 2500 Fans zu trüben vermochte.

Ein tolles Konzert lieferte der Newcomer der Szene ab, nicht nur für seine eingefleischten, meist jugendlichen und weiblichen Fans, sondern auch für die gesetzteren Semester.

Es war wie verhext: Kaum hatte der Freiburger Nachwuchs-Rocker Niklas Bastian seinen Part als „Aufheizer“ bestens gemeistert, begann der Nieselregen, der sich nach der Umbaupause für den Star des Abends, Ben Zucker, zum Dauerregen auswuchs.

Als hätte er es gewusst, dass dieser bis zum Schluss seines Auftritts zwei Stunden später anhalten würde, begann Ben Zucker seinen Auftritt mit „Das hab ich nicht verdient“.

Damit hatte der Berliner, der seinen zweiten Tonträger erst Anfang Juni veröffentlicht hatte und im Winter 2018/19 erstmals überhaupt auf größere Tournee gegangen war, den Bann schon gebrochen und die Herzen der Besucher im Sturm erobert.

Dazu trug im weiteren Verlauf nicht nur die ungekünstelte Art des Sängers bei, sondern auch eine gut aufgelegte Rockband, die Zucker sowohl bei den schnellen Titeln wie auch den Balladen adäquat begleitete.

Und natürlich nicht zu vergessen die Stimme des Berliners, deren rauchige Kraft. Die gibt den Texten, die sich vorwiegend um funktionierende oder gescheiterte Liebesbeziehungen drehen, den gewünschten Background, macht die Songs zu Ohrwürmern. Zumindest für die erstaunlich vielen Fans am Sonntag, die textsicher mitsangen und selig waren, wenn der Künstler dem Regen trotzte und einige Passagen direkt am Publikum vortrug.

Etwa bei „Wer sagt das!“, dem aktuellsten Hit, einer fast trotzig daher kommenden Hymne auf Durchhaltevermögen und Risikobereitschaft in diversen Lebenslagen. Liebeslieder wie „Die Welt wartet auf Dich“ oder „Ich hab immer an uns geglaubt“ wechselten sich mit der Ballade an seine Mutter „Wären alle so wie Du“ und den Herz-Schmerz-Verlust-Titeln wie „Wieder Zeit zu gehen“, „Einfach nur weg“ und „Ich spür wie die Liebe zerbricht“ ab.

Natürlich war nach dem offiziell letzten Song „Längst nicht mehr verliebt“ das Zucker-Konzert noch nicht vorbei. Im Zugabe-Block erklang ein weiterer, bestens zum Abend passender Hit: „Was für eine geile Zeit“. Die hatten – trotz Regens – schließlich alle bei diesem Sommersound-Finale.

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