Schopfheim Wenn die Arbeit auch das Hobby ist

Markgräfler Tagblatt
Nicolas Sprich und Henri Bucher wurden in der Malerwerkstatt der Gewerbeschule Schopfheim von der Sto-Stiftung ausgezeichnet. Foto: zVg

Schopfheim - „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“ Diese berühmte Aussage des Gelehrten Konfuzius dürfte für die beiden ausgezeichneten Maler- und Lackiererauszubildenden der Gewerbeschule Schopfheim Nicolas Sprich und Henri Bucher das Lebensmotto sein.

Die beiden jungen Männer konnten kürzlich in der Malerwerkstatt der Gewerbeschule Schopfheim den begehrten grünen Werkzeugkoffer der Sto-Stiftung entgegennehmen. Im kleinen Rahmen fand diese Ehrung statt und die Preisträger freuten sich über diese Auszeichnung, deren Sachwert mit mehr als 1000 Euro beziffert werden kann.

Im Beisein des Schulleiters der Gewerbeschule Schopfheim, Klaus König, des Abgeordneten der Innung Lörrach, Thomas Schneider, Roland Gutschalk (Abteilungsleiter Berufsschulklassen Gewerbeschule Schopfheim), Sonja Esser (Fachbereichsleiterin Farbe Gewerbeschule Schopfheim und Vertreterin der Sto-Stiftung), Simon Schelb (Werkstattleiter Malerbereich) sowie der Chefs der beiden Ausbildungsbetriebe erhielten die Auszubildenden ihren Preis des bundesweiten Bestenwettbewerbs. Neben den Sachpreisen wurden den angehenden Malern und Lackierern Urkunden der Sto-Stiftung verliehen.

Die grünen Koffer, welche die Auszubildenden optimal für die anstehenden Prüfungen ausstatten sollen, werden von der Sto-Stiftung seit 2012 jedes Jahr für die bundesweit hundert besten Maler- und Lackierer-Azubis vergeben. Sich dabei gegen eine Konkurrenz von 8700 Bewerbern durchzusetzen, ist eine besonders hervorzuhebende Leistung der beiden Schopfheimer Schüler, und die Gewerbeschule Schopfheim ist stolz darauf, dass sie unter circa 350 teilnehmenden Berufsschulen gleich doppelt erfolgreich war.

Neben einer umfangreichen Werkzeugsammlung der Firma Storch-Ciret finden die Preisträger auch Fachliteratur für die anstehenden Prüfungen in ihren Koffern. Die Sto-Stiftung mit Sitz in Hamburg unterstützt durch dieses und weitere Projekte förderwürdige Schüler, die durch hervorragende Noten, soziales Engagement oder schwierige Voraussetzungen hervorstechen.

Klaus König lobte die herausragenden Leistungen der beiden jungen Männer. Nicolas Sprich scheint die Gabe eines Malers bereits in die Wiege gelegt worden zu sein, lernt er doch im elterlichen Betrieb Sprichmaler GmbH, der sich mit 120 Jahren Firmengeschichte bereits in der sechsten Generation im Familienbesitz befindet. Auch Henri Bucher wirkt im Familienbetrieb, der Firma Freiraum, die sich der Naturbelassenheit ihrer Produkte bereits seit 1990 verschrieben hat. Entsprechend stolz zeigten sich die anwesenden Eltern und gleichzeitig Chefs der Vorzeige-Azubis.

Er sei sehr überrascht gewesen, überhaupt für diese Auszeichnung ausgewählt worden zu sein, sagte Henri Bucher. Auf die Frage, was er anderen Auszubildenden mit auf den Weg geben könne, meinte er, dass einem die Arbeit viel mehr Spaß mache, wenn man viel über sie lerne und wenn man die Möglichkeit habe, selbstständig zu arbeiten.

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