Schopfheim Werner Schute ist Ehrenmitglied

Markus Heubes (von links) freute sich mit Stadtrat Mark Leimgruber und dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Sascha Schneider über das vom wiedergewählten Vorsitzenden Werner Schute geschmiedete Geschenk für seinen Vortrag. Ganz rechts der neu gewählte zweite Vorsitzende Karlheinz Müller aus Maulburg. Foto: Georg Diehl

Schopfheim - Zu Beginn der alle zwei Jahre stattfindenden Generalversammlung der CDU-Seniorenunion begrüßte Vorsitzender Werner Schute im gut besetzten Nebenzimmer des „Café Trefzger“ als Referenten des promovierten Chemiker Markus Heubes und Stadtrat Mark Leimgruber, den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Sascha Schneider und als Vertreter des Kreisverbands Diether Lützelschwab.

Man gedachte des im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieds.

Rückblick

In einem kurzen Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate nannte Werner Schute herausragende Themen und Termine mit Bürgermeistern, Fachleuten des Waldes und auch der Zeller Fasnacht bis hin zur Sauserfahrt nach Heitersheim.

Ehrung

Bevor Markus Heubes seinen Vortrag „Digitalisierung und Gesellschaft in Verantwortung“ hielt, ernannte Diether Lützelschwab den langjährigen Vorsitzenden Werner Schute zum Ehrenmitglied der CDU.

Vortrag

Markus Heubes begann mit Goethes „Zauberlehrling“, der sich über bestehende Regeln hinwegsetzt und am Ende zur Klärung des angerichteten Desasters auf übergeordnete Institutionen angewiesen ist. Mit der Digitalisierung tun sich durch den gesellschaftlichen Wandel neue Fragen auf. Nachdem der Übergang vom Agrar- zum Industrie-Staat in den letzten beiden Jahrhunderten geschehen ist, im 20. Jahrhundert die moderne Konsumgesellschaft mit industrieller Massenproduktion entstanden ist, folgte bald eine dritte Revolution durch die Mikro-Elektronik. Die vierte Stufe erfasst die Industrialisierung, bei der große Datenmengen erfasst und verarbeitet werden. Man spricht von künstlicher Intelligenz bis hin zum „autonomen Fahren“, einfacherem Carsharing, medizinischen Analysen zur Unterstützung von Ärzten, intelligentem Design bei Fertigung und Bauten.

„Innerhalb der nächsten 100 Jahre werden Computer die Menschen mit künstlicher Intelligenz überholen“, war die These von Stephen Hawking auf einer Tagung in Basel. Es würden sich Arbeitsfelder verändern, sich damit aber auch neue Chancen eröffnen. In den USA schätzt man, dass dort 40 bis 50 Prozent der Arbeitsplätze verloren gehen werden, aber auch ganz neue, anders gelagerte Arbeitsplätze gebildet werden. Das bedeutet, dass sich die Politik neuen Anforderungen stellen muss.

Manche Autoren prognostizieren, dass mit dem Verschmelzen von Informationstechnologie und Technologie das „Ende des Humanismus“ eingeleitet werde. Der Algorithmus (=Rechenart mit Dezimalzahlen) habe immer recht, denn er würde entscheiden, „wo wir arbeiten, wie wir wohnen und wen wir heiraten“.

Dies - so Markus Heubes - sei eine menschenverachtende These, die den Menschen gleich oder niedriger als eine Maschine stelle. Doch der Mensch müsse als Individuum im Mittelpunkt der Zielsetzung stehen und nicht seine Ablösung.

Sascha Schneider lobte in seiner Kurzansprache die Aktivitäten der CDU-Senioren-Union, die stets die Sorgen und Nöte der Bevölkerung aufnehme und sie auch politisch umzusetzen verstehe.

Wahlen

Nach der Entlastung des Vorstands durch Wahlleiter Markus Heubes wurden gewählt: Werner Schute als erster Vorsitzender und als neuer zweiter Vorsitzender Karlheinz Müller aus Maulburg. Gisela Höpfl wurde ­wiederum Schriftführerin, während Karin Böhler, Gisela Taler, Irmgard Harsch und Christa Kraus Beisitzerinnen bleiben.

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