Schopfheim Wildschweine nehmen Reißaus

Wildschweine machten sich im Langenauer Jagdrevier 2018 rar. Foto: Archiv

Schopfheim-Langenau - Fünf Böcke haben die Jagdpächter im Revier Langenau/Enkenstein im vergangenen Jahr geschossen, dazu drei Geißen und zwei Kitze. Diese Zahlen gab Ortsvorsteherin Elke Würger bei der jüngsten Sitzung bekannt.

Die Jagdstrecke komplettierten neben einigen Füchsen, Dachsen und Steinmardern außerdem nur drei Stück Schwarzwild. Das sei allerdings nicht verwunderlich, erläuterte Pächter Uwe Dabelstein. Denn die Sauen hatten wegen des trockenen Sommers und des zu warmen Winters die Flucht in feuchtere und kühlere Regionen ergriffen. Von der afrikanischen Schweinepest sei man hierzulande bisher verschont geblieben. „Sonst“, so der Pächter, „könnten wir die Jagd vorerst komplett vergessen.“

Seinen Bericht zur Streckenliste ergänzte Uwe Dabelstein aber um ein paar Anmerkungen, die Elke Würger ans Ordnungsamt der Stadt weiter leiten wird. Die Jagdpächter monierten unter anderem die Rennen, die Moped-, Motorrad- und Autofahrer auf der teilweise gesperrten Zufahrt zur Deponie regelmäßig veranstalten. Und damit nicht genug: Verwundert hätten sie beobachtet, dass eine Polizeistreife vor Ort gewesen und dann ohne Beanstandung wieder weggefahren sei.

Bei schönem Wetter vor allem sei der Parkplatz vor der Deponie voll belegt, so die Jäger. Dabei sei das Befahren der Straße lediglich land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen und während der Öffnungszeiten Fahrzeugen zur Deponie erlaubt.

Klagen beim Ordnungsamt über den unerlaubten Renn- Tourismus verliefen bisher ebenso im Sand wie Beschwerden über Fahrzeughalter, die unerlaubt ins Wasserschutzgebiet „Müschelen“ kutschieren oder auf dem Weg vom Friedhof zum Hundeplatz ihre Fahrzeuge an der Kleinen Wiese waschen.

Am Ende wies der Jagdpächter eindringlich darauf hin, dass Hunde wegen der massiv auftretenden Fuchsräude unbedingt an der Leine zu führen seien. Und zwar nicht nur im Wald, sondern auch im freien Gelände, wo sich die Füchse auf der Suche nach Nahrung herumtreiben, weil ihnen die normale Jagd wegen ihrer Krankheit zu beschwerlich ist.

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