Schopfheim „Wir haben unser Ziel erreicht“

Spende für das JuZ: Holger Jenisch, Jürgen Weyh und Klaus Brutschin vom Kiwanis-Club Wiesental (hinten, von links) übergaben für die Hausaufgabenhilfe 1370 Euro. Gemeinsam zogen sie mit Stadtjugendpflegerin Silke Dantona und Bezirksjugendreferentin Iris Feldmann (vorne, von links) Bilanz über die verlässliche Ferienbetreuung in diesem Jahr. Foto: Petra Martin Foto: Markgräfler Tagblatt

Von Petra Martin

Eines muss man festhalten: Die Macher der verlässlichen Ferienbetreuung sind genauso enthusiastisch dabei wie die kleinen Nutzer. Sie schwärmen in den höchsten Tönen vom Verlauf der Aktion 2017. Noch wichtiger: Die verlässliche Ferienbetreuung der Stadt gibt es auch 2018 wieder, sie wird derzeit voller Elan geplant - schon jetzt sind Anmeldungen möglich.

Schopfheim. „Jetzt ist die Zeit, in der viele Arbeitnehmer ihren Urlaub planen“, sagte Holger Jenisch vom Kiwanis-Club Wiesental bei einem Pressegespräch im Jugendzentrum. Viele Familien wollten ihre Kinder deshalb schon jetzt zur Ferienbetreuung anmelden.

Was müssen Eltern wissen? „Es gibt nächstes Jahr eine Änderung“, teilte Stadtjugendpflegerin Silke Dantona mit. „Da sich Kiwanis und die evangelische Bezirksjugend entschlossen haben, keine weitere Zirkusaktion mehr anzubieten, rückt die Spielstadt in die ersten beiden Ferienwochen.“ Das bedeutet: Für 2018 werden nur zwei Wochen statt wie bisher drei angeboten. Je nach Auslastung steht für 2019 dann wieder eine Aufstockung im Raum.

2017 war die Zirkuswoche mit 102 Kindern ausgebucht, ebenso die erste Spielstadt-Woche mit 100 Kindern. In der zweiten Spielstadt-Woche aber waren lediglich 60 Kinder mit von der Partie. Das zeigt: In den ersten beiden Ferienwochen ist der Bedarf für eine verlässliche Betreuung am größten, danach flacht das Interesse ab. Deshalb findet die Betreuung 2018 auch wieder in diesem Zeitraum statt (siehe Kurzinfo). Abhängig vom Interesse, steht für übernächstes Jahr eine Betreuung im kleineren Rahmen, etwa mit 20 oder 30 Kindern, für eine dritte Woche in der Überlegung.

Auch der Kiwanis-Club will sich neuen Projekten zuwenden. Dass er sich aus der verlässlichen Ferienbetreuung erst mal zurückzieht, hat einen einfachen Grund. „Wir haben unser Ziel erreicht“, betonte Holger Jenisch, der „Vater“ der Zirkuswoche. Nach der Initialzündung habe die Kommune gehandelt und unter der Regie des Jugendreferats eine verlässliche Ferienbetreuung geschaffen, so Klaus Brutschin von Kiwanis. Diese sei nun etabliert, was den Kiwanis-Club besonders freut.

Das Engagement der Clubmitglieder, die sich dem Kindeswohl verschrieben haben, sei weit über die finanzielle Unterstützung hinaus gegangen, unterstrich Präsident Jürgen Weyh. So seien stets zwei, drei Kiwanis-Mitglieder auf dem vor Ort gewesen. „Wir sind nicht nur Geldgeber. Das ist nicht unsere Devise. Wir wollen auch etwas machen.“

Nicht nur die Stadt, auch der Zirkus habe die Initialzündung dieser Ferienbetreuung genutzt - er biete nun in anderen Kommunen Zirkusprojekte an. Der Erfolg sei immens gewesen. „Emotionaler Höhepunkt war jedes Mal der Auftritt der Kinder in der Manege“, berichteten die Kiwanis-Vertreter. Die meisten Kinder seien zwischen sechs bis zehn Jahre alt und hätten voller Freude tolle Vorführungen geboten; insgesamt reichte das Altersspektrum der Teilnehmer von sechs bis 13 Jahren.

„Es gibt Kinder, die von uns betreut wurden und jetzt als Betreuer mitmachen“, berichtete auch Stadtjugendreferentin Silke Dantona vom nachhaltigen Erfolg der Aktion, die übrigens kostendeckend abläuft. Dies sei nur möglich durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die 2017 220 Stunden im Einsatz gewesen seien.

Den Programmgestaltern spiele auch das super Gelände in Langenau in die Hände, das von Ortsvorsteherin Elke Würger und dem Ortschaftsrat gern zur Verfügung gestellt werde. Da die verlässliche Ferienbetreuung selbstredend auch bei Regen stattfindet, kommt den Teilnehmern an solchen Tagen zudem die Infrastruktur der Langenauer Halle zugute.

Wie die Einrichtungen in der Stadt in dieser Sache zusammenspannen (auch das Familienzentrum ist mit von der Partie), ist beeindruckend - sogar für die Organisatoren selbst: „Die Kooperation war ausgesprochen bereichernd“, bekräftigt Iris Feldmann von der evangelischen Bezirksjugend Markgräflerland. Dadurch habe sich jeder auf die Arbeit in seinem Zuständigkeitsbereich konzentrieren können und habe sich nicht noch um die „Dinge drumrum“ kümmern müssen. Die Bezirksjugend sei mit 22 Helfern bei der verlässlichen Ferienbetreuung dabei gewesen - aus jungen, ungeübten Jugendlichen seien erfahrene Helfer geworden.

Die Bezirksjugend bietet im Sommer 2018 ebenfalls eine Betreuung an. Sie findet für 20 bis 30 Kinder in Form einer Hausfreizeit statt - auch hier kann man sich schon anmelden.

Termine und Kosten: „Komm, wir bauen eine Stadt“ vom 30. Juli bis 3. August 2018 und „Leben in der Spielstadt“ vom 6. bis 10. August 2018.

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 100 Euro. Eine Ermäßigung ist auf Anfrage möglich. Im Preis ist das Mittagessen inbegriffen, das vom Küchenteam gemeinsam mit den Kindern frisch zubereitet wird.

Anmeldung ab sofort unter www.schopfheim.feripro.de. Es gibt auch einen Zugang über die Homepage der Stadt Schopfheim. Die Zahlung des Teilnehmerbetrags ist aus buchungstechnischen Gründen erst vom 15. Januar an möglich. In diesem Fall verfällt die Anmeldung nicht. Ansonsten sollte innerhalb von sieben Tagen nach der Anmeldung die Zahlung erfolgen und das erweiterte Anmeldeformular vorliegen. Eine Anmeldung ist nur wochenweise möglich.

Ansprechpartnerin für die verlässliche Ferienbetreuung ist Silke Dantona, E-Mail: s.dantona@juhuschopfe.de, Tel. 07622/64090.

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