Schopfheim „Wir sind auf jeden Cent angewiesen“

Auf dem Spielfeld rollt derzeit zwar kein Ball. Trotzdem herrscht beim SVS kein Stillstand – ganz im Gegenteil. Auf dem Sportplatz im Oberfeld geben statt der Kicker derzeit die Handwerker Vollgas.

Von Werner Müller

Schopfheim . „ Wir sind dem Zeitplan um etwa drei Wochen voraus“, freut sich SVS-Vorstandsmitglied Tesfaldet Reda über den raschen Baufortschritt am neuen Sportheim. Wenn’s ähnlich reibungslos weiterläuft wie bisher, dürften die Bauarbeiten seiner Einschätzung nach bis Ende August/Anfang September fertig und die offizielle Einweihung nicht mehr fern sein. Diese könne dann hoffentlich „im normalen Rahmen“, also ohne Corona-Einschränkungen stattfinden, so der Wunsch der SVS-Verantwortlichen.

Auch bei den Baukosten bewegt sich das lang herbeigesehnte Wunschprojekt des SVS im grünen Bereich. „Wir können den geplanten Rahmen auf jeden Fall einhalten“, betont Tesfaldet Reda.

Wie berichtet, beteiligt sich die Stadt mit 600 000 Euro am Neubau, der Badische Sportbund steuert knapp 180 000 Euro bei. Der Verein selbst muss den Rest schultern – rund 450 000 Euro.

Davon ist zwar ein erklecklicher Anteil bereits gesichert. Derzeit fehlen dem SVS allerdings noch rund 180 000 Euro – und das macht den Verantwortlichen schon zu schaffen. Denn die Corona-Krise hat dazu geführt, dass manch ein Sponsor seine zugesagte Spende entweder ganz storniert oder zumindest auf einen späteren Zeitpunkt verschoben hat. Fakt ist jedenfalls, dass die Bauarbeiten schneller voranschreiten als Geld aufs Spendenkonto fließt.

Um so mehr verstärken die Sportheim-Bauer des SVS die Suche nach potenziellen Sponsoren. „Wir sind auf jeden Cent angewiesen“, beteuert Tesfaldet Reda und hofft, dass sein Appell bei Firmen und Privatpersonen auf offene Ohren stößt. Wie beim Pharmaunternehmen Develco mit Sitz in der Grienmatt beispielsweise, das dem Verein dieser Tage für den Neubau einen Scheck über 5000 Euro überreichte (siehe Foto).

Derweil nimmt das neue Sportheim hinter den Baugerüsten immer mehr Gestalt an. „Das gibt ein richtiges Schmuckstück“, freut sich Tesfaldet Reda beim Baustellenrundgang. Mit den sechs modernen Umkleidekabinen im Untergeschoss könne sich der SVS endlich auch bei den Gastvereinen sehen lassen, glaubt er.

Im Obergeschoss, das über einen Treppenlift auch für Behinderte erreichbar ist, ragt vor allem der große Gymnastikraum heraus, dessen breite Fensterfront den Blick zum grünen Fußballrasen hin freigibt. Die VHS habe bereits Interesse signalisiert, diesen Raum für Kurse zu mieten, so Reda. Im daneben liegenden Vereinsraum haben etwa 30 bis 40 Personen Platz.

Im Schatten des neuen Sportheims wirkt das alte direkt daneben ziemlich verloren. Laut Vereinbarung mit der Stadt muss der SVS das marode Gebäude auf eigene Kosten abreißen. Wann genau das der Fall sein wird, lässt Tesfaldet Reda derzeit allerdings noch offen. „Wir konzentrieren uns jetzt erst einmal auf den Neubau“, erklärt er.

Spendenkonto des SV Schopfheim: Sparkasse Wiesental: DE70683515570003000460

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