Schopfheim „Wir wollen anspruchsvolle Themen bearbeiten“

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Seit 38 Jahren ist Hildegard Stollberg, die auch den Kirchenchor und den Instrumental- und Gitarrenkreis leitet, für den ökumenischen Frauenclub verantwortlich.                                                    Foto: Klaus Brust

Schopfheim-Fahrnau (kb). Die evangelische Kirchengemeinde Fahrnau-Kürnberg unterhält viele Gruppen, Kreise und Aufgabenbereiche für Jung und Alt, auch musikalisch wird einiges geboten. Doch wer weiß oder erinnert sich an den wohl ältesten bestehenden Kreis, der bereits im Jahr 1972 gegründet wurde?

Es ist der ökumenische Frauenclub, der sein goldenes Jubiläum am Samstag, 21. Mai, von 11 Uhr an im evangelischen Gemeindehaus in Fahrnau mit einer Andacht, musikalisch umrahmt, gemeinsamem Mittagessen und Zeit für Gespräche mit einigen Gästen begeht.

Den Beginn gestaltete Pfarrfrau Gudrun Bernhard. Als junge Mutter suchte sie Kontakte im Dorf, richtete einen Gesprächskreis für Mütter ein und wollte ein emanzipatorisches Anliegen voranbringen. Einen Abend in der Woche, so die Idee der Gründerin, sollten die jungen Frauen für sich alleine haben. Erziehungsfragen standen im Vordergrund. Treffpunkt für zwölf Teilnehmerinnen war dann 14-tägig im Besprechungszimmer des Pfarrhauses, in großer Enge.

Nach dem Wegzug der Pfarrfamilie Bernhard im Jahr 1979 übernahm Hildegard Stollberg die Leitung und führte den Frauenclub weiter. „Wir wollten anspruchsvolle Themen bearbeiten, nicht bei Kaffee und Kuchen uns austauschen, informieren, diskutieren“, erinnert sie sich. Neue Schwerpunkte wurden gesetzt wie Vorträge mit namhaften Referenten, Besichtigungen und Ausflüge.

Pfarrfrau Christa Lichdi engagierte sich fünf Jahre lang und stellte sich einer Herausforderung: Zur Geldbeschaffung für die geplante Renovierung der Agathenkirche schloss man sich dem von Fahrnauer Vereinen ins Leben gerufenen Dorffest mit einem Basar an.

Es wurde gebastelt, gehäkelt und gestrickt, Schätzspiele vorbereitet. Finanziert wurden auch die Küche im Pfarrhaus und die Sitzkissen in der Kirche, beides existiert noch heute.

Unter die Ägide von Hildegard Stollberg fällt die Umbenennung des Kreises in „Ökumenischer Frauenclub“ Anfang der 90er Jahre. Immer vielfältiger wurde die Themenwahl: Buchbesprechungen, Gedichtabende, Exkursionen nach Konstanz, Straßburg, Nürnberg und Luzern standen auf dem Programm, Spaziergänge durch die Natur oder die Erkundung des Sternenhimmels. Mit der Gemeindereferentin Rita Sprich von der katholischen Pfarrgemeinde Schopfheim wurden oft die Weltgebetstage vorbereitet; auch musikalisch gestaltete Adventsfeiern zum Innehalten fanden Zuspruch.

Da die Besucher zwischenzeitlich in die Jahre gekommen sind, trifft sich der ökumenische Frauenclub nur noch einmal im Monat mit durchschnittlich zehn Teilnehmerinnen. Bleibt zu hoffen, dass Hildegard Stollberg auch weiterhin die gute Seele des Jubiläumsclubs in Fahrnau bleibt und genügend Motivation zur Leitung hat.

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