Schopfheim Wohnen zwischen Wiese und Wuhr

Schopfheim -  Klotzen statt kleckern: Beim Wohnungsbau will die Stadt keine kleinen Brötchen (mehr) backen – im Bremt steht jetzt das nächste Großprojekt auf der Tagesordnung.

Eine Immobilienunternehmen aus Bad Säckingen beabsichtigt, auf einer knapp zwei Hektar großen Fläche zwischen Gewerbekanal, Dammweg und dem Naturkindergarten in dreigeschossigen Gebäuden rund 130 Wohneinheiten für insgesamt etwa 300 Einwohner zu realisieren.

Entwurf mit vier Varianten

Der Gemeinderat hatte sich bereits bei der Klausurtagung im Oktober weiteren Planungsschritten grundsätzlich zugestimmt. In Absprache mit der Stadtverwaltung legt das Unternehmen jetzt einen Entwurf mit vier Varianten für die künftige Bebauung vor. Eine Variante trägt beispielsweise den Titel „Wohnen am Wasser zwischen Wiese und Wuhr“, eine andere heißt „Quartier am Turbinenhäusle“.

Die Verwaltung empfiehlt dem Stadtparlament, das Verfahren weiter voranzutreiben und einen städtebaulichen Vertrag in Angriff zu nehmen.

Schopfheim bis „mindestens 2030“ Zuzugsgebiet

In der Begründung verweist das Rathaus darauf, dass Schopfheim noch bis „mindestens 2030“ Zuzugsgebiet bleiben werde. Daher sei die Schaffung von Wohnraum eine der wichtigsten kommunalen Aufgaben. Ziel im geplanten Baugebiet im Bremt sei neben zusätzlichem Wohnraum eine „möglichst offene Baustruktur“ als Verbindung zum Naturraum der Wiesenaue als Abrundung des Siedlungskörpers.

Mit einer verdichteten, kleinteiligen Bebauung mit Einzel-, Doppel- oder Reihenhäusern, wie sie im Bremt bereits bestehen, sei dies nicht möglich, heißt es in der Vorlage für den Gemeinderat. Deshalb sollen Mehrfamilienhäuser entstehen, die ohne Einfriedungen um „größere zusammenhängende Freibereiche“ gruppiert sind.

Diese offene Bauweise soll eine „hohe Wohn- und Freiraumqualität nicht nur für die künftigen Bewohner sichern“, heißt es weiter. Als Leitidee dafür diene die Gartenstadt.

Plan: Gewerbekanal reaktivieren und renaturieren

Im Zuge der Bebauung will die Stadt auch den derzeit still gelegten Fahrnauer Gewerbekanal reaktivieren und renaturieren. Damit könne man gleichzeitig auch einen Teil der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen für das Baugebiet umsetzen. Der Kanal und die beiden Uferstreifen bilden laut Konzept einen „Puffer zwischen bestehender Bebauung und dem Neubaugebiet“, Der „parkartige Grünbereich“ soll dabei nicht nur für das geplante Quartier eine Naherholungsfunktion erfüllen.

Das denkmalgeschützte Turbinenhaus bleibt laut Planung erhalten und soll zusammen mit dem Gewerbekanal die „Identität des Neubaugebiets prägen.“ Die Kosten von Planung und Erschließung trägt der Investor.

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