Schopfheim Wunsch: echte Wahl bei Burgiwahl

Markgräfler Tagblatt, 06.12.2017 22:00 Uhr

„Sehr ruhige Jahre“ liegen hinter den Freien Wählern (FW). Dennoch – so Vorsitzende Gabriele Peters-Muth bei der Hauptversammlung – habe es in den Fraktionssitzungen „spannende Diskussionen“ vor allem um die Schwerpunktthemen Bauen, Wohnen, Kinderbetreuung und Schulen gegeben.

Schopfheim (hjh). An diesen Theman hätten die Freien Wähler erfolgreich mitgearbeitet, so Peters-Muth und Fraktionsvorsitzende Hildegard Pfeifer-Zäh. Die Gemeinderatsarbeit werde man auch in Zukunft fortsetzen, auch wenn das „oft genug Stress pur“ bedeute, wie die drei Mandatsträger Karlheinz Markstahler, Hildegard Pfeifer-Zäh und Kai Horschig betonten.

Sie hoffen, dass sich ihre Arbeit bei der Suche nach Kandidaten für die Kommunalwahlen Jahr 2019 auszahlt. „Es wäre schön, wenn die Liste voll wäre und wir am Ende drei bis vier Stadträte hätten“, sagte Markstahler.

Die Vorsitzende bezog diese Hoffnung ausdrücklich auch auf die Bürgermeisterwahlen im kommenden Jahr. Zu der könnten die FW aktuell zwar noch keinen Kandidaten benennen. Aber ihr Team sei nach allen Richtungen offen, versicherte sie.

Hildegard Pfeifer-Zäh hatte indes klare Vorstellungen über die Fähigkeiten des künftigen Rathauschefs: „Wir wünschen uns einen Kandidaten, der sich in der Verwaltung auskennt und der Wert auf einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt legt.“ Wichtig sei, so Peter-Muth, dass die Bürger bei jener Wahl eine echte Wahl haben und nicht – wie in Zell –, keine.

Bis dahin wollen sich die Freien Wähler ihren Zukunftsplänen widmen. „Wir haben uns vorgenommen, uns verstärkt um die Probleme in den Teilorten zu kümmern“, kündigte die Vorsitzende an. Die Stadt und der Forst hätten inzwischen dem Antrag der FW entsprochen, alle Stadt- und Ortschaftsräte zu einer Waldbegehung nach Gersbach einzuladen, um den Holzlagerplatz und die Waldausgleichsmaßnahmen zu begutachten.

Das kommt dem Wunsch von Kai Horschig entgegen, der im Gemeinderat vor einem Jahr von den Unabhängigen zu den Freien Wählern gewechselt war. Bei diesen herrsche kein Fraktionszwang, man diskutiere offen über alle Projekte. „Ich fühle mich hier sehr wohl“, bekannte Horschig.

Das spätestens 2019 drohende Haushaltsloch zu verhindern, sei „eine Riesenherausforderung für uns alle“, sagte er. Man werde nicht darum herumkommen, freiwillige Leistungen der Stadt auf den Prüfstand zu stellen.

„Wir hören zu wenig auf Kämmerer Thomas Spohn“, meinte Karlheinz Markstahler, Hildegard Pfeifer-Zäh bemerkte, dass „auch Kleinvieh Mist macht“ und dass der Rotstift keinen Bogen um kleinere Beträge im Haushalt machen dürfe.

Den eigen Haushalt haben die Freien Wähler durchaus im Griff. Kassierer Andreas Philipp legte eine Bilanz ohne Höhen und Tiefen vor.

Bei den Wahlen unter Leitung von Ruthard Hirschner gab es keine Überraschungen. Gabriele Peter-Muth bleibt Vorsitzende, Sven Hendrik Wünsch ihr Stellvertreter. Daniel Leppert fungiert als Schriftführer, Willi Tholen, Karlheinz Markstahler, Hildegard Pfeifer-Zäh, Eva Brutschin und Kai Horschig sind Beisitzer. Für Andreas Philipp springt Sebastian Bach als Kassierer in die Bresche. Seine Kasse prüfen Tesfaldet Reda und Wolfgang Bühler.

 
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