Schopfheim Zahl der Einsätze hat zugenommen

Schopfheim - „Stell dir vor, es brennt und keiner kommt.“ Unter diesem Motto stand die Hauptversammlung der Feuerwehr Schopfheim. Der Kommandant der Feuerwehr, Lutz Hofer, sprach von einem ereignisreichen Jahr 2018 mit 259 Einsätzen, 24 mehr als im Jahr zuvor.

Die Aufgabe der Feuerwehr hat sich gewandelt, sie ist seit Jahren nicht nur bei der Brandbekämpfung, sondern längst bei allen Notlagen gefragt. Die Feuerwehr ist als zuverlässiger Retter in den Köpfen der Bevölkerung verankert. In der Statistik der vertrauenswürdigen Berufen (Hauptberuf oder Ehrenamt) nimmt die Feuerwehr den ersten Platz ein, was die Feuerwehrangehörigen jeden Tag aufs Neue motiviert.

Die Feuerwehr Schopfheim ist aufgrund ihrer Lage besonders gefordert, was tagsüber aufgrund der personellen Sitution immer schwieriger wird. Deshalb werden schon heute bei größeren Ereignissen mehrere Abteilungen alarmiert. Öffentlichkeitsarbeit, Nachwuchsgewinnung und Sensibilisierung von Arbeitgebern wirken sich positiv aus. Doch ein Ausruhen oder Zurücklehnen sei fehl am Platz, so Hofer. 31 Brandeinsätze, 21 Alarme durch Brandmeldeanlagen, 69 technische Hilfeleistungen, 36 Hilfeleistungen bei Sturm und Unwetter, 25 Hilfeleistungen mit Menschenrettung, vier Hilfeleistungen bei Gefahrgut und drei bei Tieren sowie 33 Öleinsätze, 21 Brandsicherheitswachen und 16 sonstige Alarme zeigten die Anforderungen an die Feuerwehr auf. 28 Personen konnten aus ihrer misslichen Lage gerettet werden, jedoch konnte acht Personen nicht mehr geholfen werden. Auch dies muss von den Feuerwehrangehörigen mental verarbeitet werden.

Regelmäßige Ausbildung

Um die Einsätze bewältigen zu können, ist die regelmäßige Ausbildung ein Muss. Für den Kreis wurden fünf Atemschutzlehrgänge mit 98 Teilnehmern sowie 40 Atemschutzfortbildungen mit 281 Teilnehmern durchgeführt. Weitere Ausbildungen für den Landkreis nahmen 4517 Stunden in Anspruch, und dies neben den reguläre Übungs- und Einsatzstunden.

Neue Technik und Sicherheit kosten Geld. So erhielt die Abteilung Langenau einen Mannschaftstransportwagen, und der Kauf einer neuen Drehleiter für 630 000 Euro wurde von Gemeinderat beschlossen. Sie soll die am 1. Mai 1991 in Dienst gestellte Drehleiter ersetzen.

Schriftführer Andreas Ühlin berichtete von den Aktivitäten der einzelnen Abteilungen. Der Kassenbericht von Roger Knab zeigte, dass je Jugendfeuerwehrangehöriger ein Vermögen von 6,03 Euro und je Aktiven von 18,76 Euro vorhanden ist. Julia Blum verlas den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr von Jennifer Denner.

Sicherheit rund um die Uhr garantiert

„Ich bin einer aus eurer Mitte, was ich auch bleiben möchte“, sagte Bürgermeister Dirk Harscher. Das freiwillige Engagement der Feuerwehr garantiere die Sicherheit der Bevölkerung rund um die Uhr. Die Großschadensereignisse durch klimatische Veränderungen nehmen zu, so dass eine große Mannschaftsstärke erforderlich sei. Bedenklich sei die zunehmende Gewalt gegen die „Blaulicht-Organisationen“. Harschers Dank galt der Führung, den Jugendleitern und Ausbildern sowie allen, welche bereitstehen, um zu helfen.

Für 25 Jahre ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr wurden Christiane Kerscher, Wolfgang Maier, Mike Markstahler, Jörn Zillger und Hans-Georg Weniger sowie für 40 Jahre Zeno Haselwander, Walter Keller, Frank Metzger und Stefan Deiß von Kreisbrandmeister Christoph Glaisner, Bürgermeister Dirk Harscher und Lutz Hofer mit dem Ehrenkreuz des Landes Baden-Württemberg in Silber und Gold ausgezeichnet. Ebenso wurde Uwe Specht für zehn Jahre Abteilungskommandant in Enkenstein gedankt und seine Leistungen für die Feuerwehr gewürdigt.

Nachdem Uwe Horschig auf eigenen Antrag die Feuerwehr zum 28. Dezember verlassen hat, war ein Nachfolger für das Amt des stellvertretenden Kommandanten zu bestimmen. Andreas Gaenzle und Andreas Lenz stellten sich den Aktiven zur Wahl. Mit 81 von 145 gültigen Stimmen wurde Andreas Lenz zum neuen Stellvertreter gewählt.

Mitgliederzahlen per 31. Dezember 2018: Aktivwehr 227, Jugendwehr 65 und Altersmannschaft 49.

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