Schopfheim Zehn-Meter-Nägel: Hangsicherung

Schopfheim - Die Hangsicherungsarbeiten im Altig werden in der kommenden Woche in Angriff genommen. Dabei soll der Hang, der auf einer Länge von knapp 40 Metern massiv ins Rutschen geraten war, mit rund zehn Meter langen Nägeln stabilisiert werden, wie Geoingenieur Bernd Mannsbart erklärt. Mittlerweile konnten drei der vier betroffenen Gebäude von den Bewohnern wieder bezogen werden.

Um die Hangsicherungsarbeiten, die mit schwerem Gerät erfolgen, zu ermöglichen, wurde in dieser Woche extra ein Feldweg verbreitert und befestigt. Dieser führt vom Ortsteil Eichen bis zu der Stelle im Wohngebiet Altig, wo die extremen Niederschläge Anfang des Monats dafür gesorgt hatten, dass ein Teil des Hangs in unmittelbarer Nähe der Bebauung wegrutschte und vier Wohnhäuser in ihrer Standfestigkeit bedrohte. Über den Weg sollen Materialien und Geräte herangeschafft werden, wozu aus Sicherheitsgründen eine Befestigung unerlässlich war.

In dieser Woche wird der Baugrund nochmals untersucht, wie Bernd Mannsbart, der mit seinem Büro die Maßnahme betreut, berichtet. Mit dem so gewonnenen Wissen um die Lage will man dann ab Montag in die Stabilisierungsarbeiten einsteigen. Diese werden sich im Bereich um das am stärksten betroffene Gebäude abspielen.  Die anderen drei Häuser gelten mittlerweile als sicher. „

Es wird eine Bodenvernagelung vorgenommen“, erklärt Mannsbart; es handle sich hierbei um ein spezielles Bohrverfahren, bei dem zehn Meter lange Nagelkonstruktionen im Hang verankert werden. Was sich für den Laien sehr beeindruckend anhört, ist für Geoingenieure ein „Routineverfahren“, das bei vielen ähnlichen Situationen angewandt wird, wie Bernd Mannsbart meint. Für die Erledigung der Arbeiten werden – je nach Witterung – bis zu drei Wochen veranschlagt.

Während drei der vier Häuser, die an der Abbruchkante liegen, als nicht mehr gefährdet gelten und die Bewohner mittlerweile in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren durften, ist beim vierten betroffenen Haus die Situation „noch in der Schwebe“, so Mannsbart. Derzeit könne man nicht sagen, wann es wieder bewohnbar sein werde.

Komplettentwarnung geben für den Hang im Altig kann Mannsbart grundsätzlich nicht. Es könnten in solchen Fällen prinzipiell immer Nachrutschungen auftreten, gibt der Geoingenieur zu bedenken.

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