Schopfheim Zu teuer: Zweite Brücke fällt ins Wasser

Schopfheim (wm). Umweg statt Provisorium: Wenn die Stadt die marode Brücke beim Golfplatz in Ehner-Fahrnau durch eine neue ersetzt, wird es für Radfahrer und Fußgänger flussaufwärts jetzt doch keine zweite Behelfsbrücke geben. Sie fällt ins Wasser – der hohen Kosten wegen.

Eine solche Überbrückungsmöglichkeit war vor der Sommerpause im Gespräch. Das THW, hieß es, könne eine entsprechende Konstruktion für etwa 70 000 Euro über die Wiese schlagen, zumal an der betreffenden Stelle schon die erforderlichen Widerlager vorhanden seien (wir berichteten).

Daraus wird jedoch nichts, wie die Verwaltung dem Gemeinderat in der Vorlage für die kommenden Sitzung mitteilt. Denn nach genaueren Berechnungen würde eine solche Behelfsbrücke des THW mit rund 190 000 Euro zu Buche schlagen.

Damit sei klar, dass eine temporäre Brücke während der Bauzeit „auf keinen Fall in Frage kommt“, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung. Sie schlägt statt dessen vor, die Radfahrer während der sieben- bis achtmonatigen Bauzeit über den Radweg auf dem Hochwasserdamm zwischen Fahrnau und Hausen/Raitbach umzuleiten. Dies sei eine für den doch befristeten Zeitraum „gangbare und günstige Lösung“. Die Umleitung sei sowohl mit der Straßenverkehrsbehörde als auch mit der Polizei abgestimmt, heißt es weiter.

Die Verwaltung schlägt dem Gremium auch vor, die Planung für einen Neubau der Golfplatzbrücke weiter voranzutreiben. Die Maßnahme soll 2020 über die Bühne gehen. Auch bei diesem Projekt müssen die Räte wieder einmal eine Kosten-Kröte schlucken: So soll die neue Brücke 975 000 Euro verschlingen – 95 000 Euro mehr als in den ersten Grobschätzungen.

Ein amtliches Trostpflaster flatterte indes gestern ins Rathaus: Das Land fördert den Brückenneubau auf Antrag der Stadt mit 315 000 Euro.

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