Schopfheim Zugang zu Geschäften nicht „radikal beschränken“

Vor radikalen Verkehrsbeschränkungen in der Innenstadt warnt die CDU. Foto: Werner Müller

Schopfheim - Retourkutsche von der CDU: Stadtverband und Fraktion wehren sich gegen Kritik, die Uwe Gerber von der BI „Attraktive und verkehrsfreie Innenstadt“ in einem Gespräch mit dem Grünen-Landtagsabgeordneten Josha Frey erhoben hat.

Gerber hatte bei der Gelegenheit geklagt, seit 16 Jahren herrsche „Stillstand“ bei der Umgestaltung der Innenstadt – „wegen unserer ehemaligen Bürgermeister und der CDU“ (wir berichteten).

Das wollen CDU-Stadtverbandsvorsitzender Sascha Schneider und CDU-Fraktionsvorsitzender Jeannot Weißenberger indes nicht auf sich sitzen lassen.

Beide sprechen sich stattdessen dafür aus, am längst beschlossenen Konzept zur Beruhigung der Innenstadt festzuhalten, zumal dieses „in größten Teilen“ bereits umgesetzt sei.

Die Verkehrslast in der Innenstadt zu reduzieren, müsse ein Ziel von Verkehrsplanung sein. Dabei dürfe allerdings der Zugang zu den Geschäften der Innenstadt nicht „radikal beschränkt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU.

Schneider und Weißenberger weisen nochmals auf das gemeinsam mit vielen Teilnehmern (Fraktionen, BI, Gewerbeverein, Polizei) erarbeitete und vom Gemeinderat beschlossene Konzept hin, das zu großen Teilen zwar umgesetzt, aber noch nicht komplett verwirklicht werden konnte.

Die Parkplätze in der Uehlin-Tiefgarage seien neben den anderen innenstädtischen Parkplätzen ein wichtiges Instrument für einen gesicherten Zugang zur Innenstadt, so Fraktionschef Jeannot Weißenberger. Gerade ältere Menschen könnten keine weiten Strecken bis in die Innenstadt zu Fuß zurücklegen. Auch Familien kämen für einen Großeinkauf nicht ohne Auto in die Geschäfte der Innenstadt.

Weißenberger ist sich laut Pressemitteilung mit dem Ortsverbandsvorsitzenden Sascha Schneider einig, dass die von der CDU im Gemeinderat mitgetragenen Beschlüsse zentrale Bausteine bei der Verkehrsplanung sind. Dazu gehöre auch die Fußgängerzone in der Scheffelstraße.

Fraglich sei, ob die Sperrung der Hebelstraße diesem Ziel dienlich ist, denn hier ergäben sich deutliche Beeinträchtigungen der anliegenden Geschäfte. Besser sei ein durchgängiges Tempo 7 in Innen- und Altstadt.

Gerade bei den anstehenden Öffnungsperspektiven aus der Corona-Krise müsse die lokale Wirtschaft umfassend unterstützt werden, so Schneider. Eine zugängliche Innenstadt sei ein wichtiger Aspekt bei der Überlegung, wo man seine Einkäufe tätigt.

Darüber hinaus müsse eine durchgehende Nord- und Südumfahrung sichergestellt werden. Die CDU fordere die Stadt diesbezüglich auf, die Situation nochmals unter die Lupe zu nehmen, da die momentane Durchfahrt nicht gleichzeitig Sicherheit für die Anwohner und den notwendigen Verkehrsfluss garantiere. „Hier gibt es noch Verbesserungspotenzial“, so die CDU.

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