Schopfheim Zwangspause mangels Kandidaten

Hätten gerne fürs Jugendparlament kandidiert (von links): Justin Mettner (15), Dilara Erdem (16) und Daniel Petarra (18). Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Markgräfler Tagblatt

Schopfheim (hjh). Das war’s dann wohl fürs erste: Das Jugendparlament wird notgedrungen vorübergehend eine Zwangspause einlegen müssen – mangels Masse von Kandidaten für die anstehende Wahl.

Die bisherigen Parlamentarier sind den Kinderschuhen entwachsen und dürfen nicht mehr. Und der Nachwuchs hat – bisher zumindest – gekniffen.

„So leid es uns tut: Wir müssen die Wahl zum Jugendparlament, die in diesem Monat fällig gewesen wäre, um ein Jahr verschieben“, bekannte Kaja Böhler bei einem Pressegespräch im Jugendzentrum (JuZ).

15 Kandidaten für die zu vergebenden zwölf Sitze am Ratstisch wären nötig gewesen, aber nur drei hatten sich beworben.

Drei weitere Zusagen lösten sich in Luft auf, „die notwendigen schriftlichen Bewerbungen haben wir nicht erhalten“, bedauerte die JuZ-Mitarbeiterin und kündigte an, dass das übrige gebliebene Kandidaten-Trio mit dem Jugendzentrum zusammen eine Art Übergangsparlament bilden und mit kleineren Aktionen in den nächsten Monaten darauf hinwirken wolle, andere junge Menschen für ein Engagement in eigener Sache zu gewinnen.  

Katja Böhler nahm aus dem vorerst verlorenen Spiel trotz allem positive Erkenntnisse mit. So hätten sich die Schulen überwiegend sehr ins Zeug gelegt und geholfen, Interesse an politischem Engagement zu wecken. Außerdem habe sich auch gezeigt, dass es in den Reihen der Jugendlichen einige gibt, die mitmachen wollen. Aber die, die von der Motivation her in Frage kamen, waren alle unter 14 Jahre alt und damit (noch) zu jung.

Böhler fand, dass schließlich auch zu überlegen wäre, die Anzahl der Kandidaten etwas zu reduzieren und das Parlament von zwölf auf zehn Mitglieder zu verkleinern.

Aber darüber, so Böhler, müsse der Gemeinderat entscheiden. Unterm Strich stellte sie optimistisch fest: „Im zweiten Anlauf, der bereits begonnen hat, sieht es derzeit ganz gut aus.“ Dafür sorgt schon die Einstellung des Trios, das ab sofort mitarbeiten will und Spaß hat, „dabei zu sein und zu versuchen, in der Stadt in unsrem Sinne etwas in Bewegung zu bringen.“

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