Schwörstadt (rr). Dass so viele Einwohner zur Gemeinderatssitzung am Mittwochabend kamen, lag vor allem an dem Tagesordnungspunkt „Information zur Entwicklung der Kindergärten.“

Dieses Thema stand auf Platz elf der Agenda, sodass die zahlreichen Eltern noch etliche andere Themen über sich ergehen lassen mussten. So waren dann, als die Kindergärten besprochen wurden, auch etliche der Eltern schon wieder gegangen. Zwar gab es nichts zu beschließen, doch es wurden verschiedene Lösungsvarianten zum Ausbau der Kindertagesstätten vorgestellt.

Die vor einigen Monaten ins Spiel gebrachte Variante, im Kindergarten Schwörstadt im Untergeschoss Räume für eine weitere Gruppe einzuordnen, ist aus baulichen Gründen nicht möglich. Nun bemüht sich die katholische Kirche als Betreiber des Kindergartens derzeit darum, doch noch Raum für eine weitere Gruppe anzubieten. Ein Neubau auf dem Spielplatz vor dem jetzigen Kindergarten würde derzeit die Finanzmöglichkeiten der Gemeinde überfordern.

Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat informierte nun zu Überlegungen für eine Containerlösung. Eine Firma, die speziell für Kindereinrichtungen geeignete Raumzellen anbietet, unterbreitete ein Angebot für 62 000 Euro mit einer Laufzeit von zwei Jahren. „Angesichts einer Warteliste mit 17 Kindern sind wir in Schwörstadt zu schnellem Handeln verpflichtet“, sagte die Bürgermeisterin.

Die hohe Dringlichkeit hatten bereits in der Fragestunde mehrere Eltern vorgebracht. Für einige Familien sei die nicht mögliche Betreuung der Kinder nahezu existenzbedrohend. Eine der Varianten wäre die Einrichtung eines Waldkindergartens, ob jedoch das gemeindeeigene Grundstück dafür geeignet ist, wäre noch zu prüfen.

Schließlich kamen auch die Möglichkeiten für Dossenbach ins Gespräch. Dort stehen derzeit 15 Kinder auf der Warteliste. Auch dort könnten kurzfristig Container aufgestellt werden. Ein nachfolgender Festbau in Abstand zum heutigen Kindergarten ließe sich modulweise errichten.