Schwörstadt Es fehlen junge Sanitäter

Die Oberbadische, 12.06.2018 22:58 Uhr

Schwörstadt (rr). Bei vielen Anlässen sind die aktiven Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Schwörstadt zu sehen. Bei zahlreichen Veranstaltungen übernehmen sie die Sanitätsbereitschaft, bei Notfällen sind sie in kurzer Zeit mit an den Einsatzorten. Zur diesjährigen Hauptversammlung am Freitagabend erklärte Vorsitzende Bärbel Zumkeller aber, dass solche Alarmierungen immer seltener werden, denn bei Unfällen sind die Kollegen vom Rettungsdienst aus Rheinfelden doch viel schneller. Dennoch bleibt für die zehn aktiven DRK-Mitglieder immer noch genügend Arbeit. Allerdings, und das ist eine Folge des recht hohen Alters der meisten Mitglieder, können nur noch fünf Helfer Sanitätsdienst leisten.

Blutspendeaktionen

Wie Jürgen Zwigart, Leiter der Bereitschaft des DRK-Ortsvereins sagte, bleiben die Organisation und Mithilfe bei den Blutspendeaktionen eine der wichtigsten Aufgaben. In der Regel lädt der Ortsverein zweimal im Jahr dazu ein, 2017 allerdings konnte wegen Problemen beim Blutspendedienst Baden-Baden nur eine solche Aktion durchgeführt werden. Die Rot-Kreuzler betreuen dann die Spender.

Bereitschaftsdienste

Alljährlich übernimmt der Ortsverein den Bereitschaftsdienst bei den Rheinstromtagen des Wassersportvereins. Im Vorjahr waren dabei nur Kleinigkeiten zu versorgen, aber die DRK-Kameraden sind ständig präsent. Mit ihren Dienst überschreiten die Schwörstädter Kameraden des öfteren die Ortsgrenzen, so leisteten sie beim Rheingaudi in Rheinfelden Unterstützung, wofür sich der dortige DRK-Vorsitzende Manfred Gollin bedankte.

Seniorenbetreuung

In der Gemeinde betreut der Ortsverein seit vielen Jahren die Notrufanlagen bei etwa 20 Senioren. „Zwar führen wir bei diesen Besuchen auch einen Probealarm durch“, beschrieb Bärbel Zumkeller, „aber den Senioren geht es viel mehr um das Gespräch mit uns, da schütten sie oft ihr Herz aus, und wir erfahren vieles, was sie bedrückt.“

Besonders für diese umfassenden sozialen Dienste überbrachte Bürgermeisterstellvertreter Frank Lückfeldt den Dank von Gemeinderat und Verwaltung.

Nachwuchsprobleme

Problem aber ist, wie Bärbel Zumkeller beschrieb, die Nachwuchsgewinnung. Kinder und Jugendliche seien kaum für die Mitarbeit im Roten Kreuz zu begeistern, erfahrene Quereinsteiger kommen auch nicht. Auf Grund des hohen Alters zahlreicher Mitglieder schwindet die Leistungsfähigkeit des Vereins. Dabei gehören zur Mitarbeit nicht nur Ausbildung und Einsatz im Sanitätsdienst, sondern auch ein sehr vielfältiges Vereinsleben.

Mitglieder: zwölf aktiv, 216 Fördermitglieder

Vorsitzende: Bärbel Zumkeller

Leiter der Bereitschaft: Jürgen Zwigart

Kontakt: Tel. 07762/2333