Schwörstadt Für viele Menschen war Werner Berger der Retter in der Not

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Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat dankte und verabschiedete Wassermeister Werner Berger. Foto: zVg/Gollin

Schwörstadt (ov/tn). Ein bekanntes Gesicht tritt ab: Vor wenigen Tagen hat Werner Berger sich in die Freizeitphase seiner Altersteilzeit verabschiedet. In Schwörstadt und Dossenbach gibt es eigentlich kaum jemanden, der den umtriebigen Bauhofmitarbeiter, Wassermeister und Feuerwehrmann nicht kennt. Grund genug für Schwörstadts Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat und Dossenbachs Ortsvorsteher Arndt Schönauer, den verdienten Gemeindemitarbeiter beim Abschied zu würdigen. Bergers Altersteilzeit endet offiziell am 31. Dezember 2024.

Was Berger jetzt erwartet, ist für ihn Neuland: keine nächtlichen Einsätze mehr bei Wasserrohrbrüchen, kein Ausrücken mehr mit dem Bagger, egal, zu welcher Uhrzeit. Dafür viel Freizeit.

Mehr als 35 Jahre lang war Werner Berger in unermüdlichem Einsatz für die Gemeinde Schwörstadt mit Dossenbach und Niederdossenbach.

Bauhofvorarbeiter und Feuerwehrmann

„Wir alle kennen Herrn Werner Berger als stets zuverlässigen, tüchtigen und quirligen Menschen. Kein Weg war ihm zu weit, keine Uhrzeit zu unpassend und keine Arbeit zu schwer, keine Baustelle zu kompliziert“, sagte die Bürgermeisterin bei der Verabschiedung.

Am 1. August 1986 trat Berger in den Dienst der Gemeinde Schwörstadt als Mitarbeiter im Bauhof. Seine Fachkenntnis und Zuverlässigkeit wurden damit gewürdigt, dass man ihm ab 1. Januar 1999 die Aufgabe des Bauhofvorarbeiters übertrug, nachdem die Stelle schon einige Zeit lang unbesetzt war. Darüber hinaus nahm Berger auch die zentrale Aufgabe des Wassermeisters wahr. Eine Aufgabe, die angesichts der Bedeutung des Trinkwassers als Grundnahrungsmittels nicht zu unterschätzen ist.

Für zahlreichen Bürger war Berger über all die Jahre bei Wasserrohrbrüchen praktisch der Retter in der Not. „Als Einwohner unserer Gemeinde war Herr Berger immer sofort an Ort und Stelle, oftmals mit seinem Bagger, um sich des Problems anzunehmen. Als Wassermeister war er auch spät nachts oder am Wochenende im Einsatz. Auf sein großes Verantwortungsbewusstsein konnten sich Verwaltung und Einwohner immer verlassen“, lobte die Bürgermeisterin.

Immer sofort zur Stelle

Zusätzlich engagiert Berger sich in der Freiwilligen Feuerwehr Schwörstadt, in die er 1976 eintrat und der er über seinen Ruhestand hinaus angehört. Auch bei den Kameraden ist er sehr beliebt, wie die Gemeindeverwaltung bekräftigt.

Nachfolger Christoph Herm tritt in große Fußstapfen

Mit Christoph Herm sei ein guter Nachfolger für Werner Berger gefunden worden, wohlwissend, dass die großen Fußstapfen, die Berger hinterlasse, nicht einfach zu füllen seien.

„Die viele Zeit, die Herr Berger für das Gemeinwohl eingesetzt hat, sind Zeiten, in denen seine liebe Ehefrau Androulla auf ihn verzichten musste. Deshalb bedankt sich die Gemeinde Schwörstadt sehr herzlich auch bei ihr. Wir hoffen, dass wir den beiden mit dem Essensgutschein ein paar gemeinsame genüssliche Stunden zurückgeben können“, sagte Trautwein-Domschat bei der Geschenkübergabe an den verdienten Mitarbeiter.

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