Schwörstadt Gejagte Revolutionäre

Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat (mit Hut) eröffnet den Dossenbacher Herwegh-Themenweg. Foto: Ulf Körbs

Schwörstadt-Dossenbach - Ein neuer Tourismus-Magnet soll der Dossenbacher Herwegh-Themenweg sein, der am Donnerstag durch Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat eröffnet wurde. Fünf Stationen erinnern an das Ende jener 650 Revolutionäre unter der Führung von Georg und Emma Herwegh am 27. April 1848, die sich völlig ermattet gut ausgebildeten württembergischen Infanteristen stellten und niedergemacht wurden.

An die Ereignisse erinnern Tafeln, die vom Grafiker Jeannot Weißenberger gestaltet wurden. Die Texte stammen vom historischen Publizisten Heinz Siebold. Finanziert wurde das Projekt mit Geldern vom Naturpark Südschwarzwald, von der Glücksspirale und der Gemeinde.

Siebold erinnerte an die historischen Hintergründe und erläuterte auch die Gründe des Scheiterns von Herwegh und seinen Kameraden. Diese hatten eigentlich viel zu spät in das Geschehen eingegriffen, weil die beiden anderen Revolutionsführer Gustav Struve und Friedrich Hecker nicht als Franzosenfreunde angesehen werden wollten. Die Herwegh-Schar bestand nämlich zu einem großen Teil aus deutschen Handwerkern, die nach Frankreich geflohen waren. Die Revolutionäre scheiterten. „Wir sind ihnen aber dennoch Respekt und Dank schuldig, weil sie bereits damals ihr Leben für die Demokratie aufs Spiel setzten und es zum Teil sogar dafür verloren haben“, betonte Siebold in seiner kurzen Erläuterung.

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