Schwörstadt Segeln ist kein Sport für „Snobs“

Phillipp Heimann (links), Vorsitzender des Vereins Hochrheinsegler Schwörstadt, und sein Team wollen mögliche Berührungsängste zu ihrem Hobby abbauen. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Dass Segeln elitär sei und der hübsch gelegene Sporthafen am Rhein ein „Jachtklub“ – diesem Vorurteil wollen die Hochrheinsegler Schwörstadt unter ihrem jungen Vorsitzenden Phillipp Heimann offensiv entgegentreten. „Bei uns in Schwörstadt ist Segeln ein Sport, den nahezu jeder sich leisten kann“, ist Heimann überzeugt.

Schwörstadt. Darauf lege der Verein schon lange sehr großen Wert. Der Jahresbeitrag sei deshalb ausgesprochen moderat, lässt Heimann wissen, und betont: „Wir bilden intensiv und kostengünstig aus, und die gesamte Flotte der Vereinsboote kann gratis genutzt werden.“ Die Mitglieder des Vereins kämen daher auch aus allen Schichten der Bevölkerung. „Immer mehr Wassersportbegeisterte von acht bis 80 Jahren nutzen an den Wochenenden gerne unsere vielfältigen Möglichkeiten auf dem Wasser oder auf dem Seglergelände. Dabei geht es genauso um Spaß und Geselligkeit, um sportliches Kräftemessen, wie auch einfach nur um gemütliches Segeln auf dem Rhein. Ganz nach Laune und Ambition“, teilt der Vorsitzende der Schwörstädter Hochrheinsegler mit.

Trotz Corona-Einschränkungen wurden auch dieses Jahr wieder qualifizierte Kurse zum Erwerb der Sportbootführerscheine durchgeführt. Die Prüfungen durch den Deutschen Seglerverband finden praktischerweise auf dem Vereinsgelände statt. Mit einem modernen Prospekt informieren die Hochrheinsegler über ihren Verein und die Angebote.

„Wir wollen den Segelsport aus der snobistischen Ecke herausholen, uns deutlich mehr in der Öffentlichkeit und gerade in der Gemeinde Schwörstadt zeigen“, gibt Heimann die Marschrichtung vor.

Verein stellt sich bei „Helferherzen“ vor

In dieses Konzept passte dabei der Aktionstag „Helferherzen“ der Drogeriekette dm. In diesem Kontext bietet die Schwörstädter dm-Filiale jedes Jahr einem örtlichen Verein die Möglichkeit, sich im Markt zu präsentieren. Kürzlich waren die Hochrheinsegler an der Reihe. Am Eingang des dm-Marktes luden Vereinsvertreter alle Kunden dazu ein, kurz auf einer kleinen Jolle Freizeitkapitän zu spielen und, zusammen mit dem neuen Info-Flyer, ein professionell gemachtes Erinnerungsfoto mitzunehmen.

Die Aktion fand laut Mitteilung regen Zuspruch, und viele interessante Gespräche hätten sich daraus ergeben. „Eine tolle Chance für uns, im direkten Dialog spürbar werden zu lassen, was für ein offener und cooler Verein die Hochrheinsegler doch sind“, bilanziert Vorstandsmitglied Philip Steinebrunner.

Ein schöner Nebeneffekt für den Verein ist, dass dm fünf Prozent laut Mitteilung aus dem in Schwörstadt erzielten Tagesumsatz spendet. Diese Spende wollen die Hochrheinsegler vollständig für den Ausbau ihrer Jugendarbeit einsetzen.

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