Special Olympics Gold und Silber nach Hause gebracht

pd/nod
Glücklich und zufrieden beim JC Grenzach-Wyhlen: Trainer Urs Lisenfeld, Goldmedaillengewinnerin Viktoriya Shkolnikova, Tainerin Erika Claßen, Silbermedaillengewinner Oliver Bahr, Trainerin Cornelia Claßen Foto: zVg/JC Grenzach-Wyhlen

Jubel in der Doppelgemeinde! Viktoriya Shkolnikova und Oliver Bahr vom Judoclub Grenzach-Wyhlen erkämpften sich die Gold- und Silbermedaille bei den Special Olympics World Games in Berlin.

Bevor die Wettkämpfe starteten, wurden die Judo-Athletinnen und -Athleten aus 26 Ländern in einem Divisioning gesichtet. Es fand unter den Augen der Verantwortlichen James Mulroy aus Irland, Cilia Evenblij aus der Schweiz sowie Kampfrichtern und Mitgliedern der Working Group, die aus erfahrenen Trainern des Bereichs ID-Judo besetzt war, statt.

Was bedeutet Divisioning? Das Divisioning von Special Olympics ist der fundamentale Unterschied zu allen anderen Sportorganisationen. Das Konzept von Special Olympics ermöglicht Athletinnen und Athleten aller Leistungsstufen faire und spannende Wettbewerbe. Es gibt keine Ausscheidungswettbewerbe, sondern Wettbewerbe in verschiedenen Leistungsgruppen.

Divisioning heißt das Zauberwort

Die Wettkämpfe sind so strukturiert, dass die Athletinnen und Athleten in einer homogenen Leistungsgruppe nur gegen Athletinnen und Athleten mit einem vergleichbaren Leistungsniveau antreten. Die Zusammenstellung der Leistungsgruppe (Divisioning) erfolgt anhand der gemeldeten Bestleistungen (Skill Tests) und der vor Ort erbrachten Vorleistungen, die jeweils am ersten Wettbewerbstag der Sportarten überprüft werden.

Am ersten Tag gingen fünf Judo-Athleten aus dem deutschen Team auf die Matte. Auch Viktoriya Shkolnikova, die auf ihren ersten Einsatz lange warten musste. Dann aber ging es auf die Matte im ersten Kampf gegen Emelie Norrmann aus Schweden. Da in der regulären Kampfzeit von drei Minuten keine der beiden Kämpferinnen eine Wertung erzielen konnte, musste das Golden Score (einminütige Verlängerung) die Entscheidung bringen. Auch hier wurde keine Wertung erzielt. Allerdings überzeugte Viktoriya die Kampfrichter von ihrem Einsatz und wurde per Kampfrichter-Entscheid zur Siegerin erklärt.

Im zweiten Kampf um Gold traf Shkolnikova auf Roudha Alahbabi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Viktoriya entschied das Duell vorzeitig und stand danach ganz oben auf dem Treppchen.

Medaillen-Auftritte vonShkolnikova und Bahr

Oliver Bahr musste als einziger deutscher Judo-Kämpfer am vorletzten Tag der Spiele auf die Matte. Eine enorme psychische Belastung, da alle Kämpfer des Teams Medaillen, sechsmal Gold und einmal Silber, geholt hatten. Zudem bestritt er den ersten Kampf des Tages. Hier unterlag Bahr dem Niederländer Jarno Brigitta.

Bahr ließ sich aber von dieser Niederlage nicht beirren und ging hochmotiviert in den Kampf gegen den Ungarn Gabor Kantor. Bereits in den ersten Sekunden konnte er durch einen hervorragenden Seoi-otoshi den Ungarn werfen. Diese Technik zählte jedoch nicht, da der ungarische Kämpfer vorher eine verbotene Griffhaltung anwendete und der Kampf daher unterbrochen werden musste. In der nächsten Aktion warf Oliver den Ungarn erneut, sicherte sich somit die Silbermedaille. Auch bei ihm war der Jubel groß.                      pd/nod

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