Sportmix Abstieg ist nicht abzuwenden

Strecken sich am Ende vergeblich: Die TSG Lörrach/Schopfheim und Florian Müller. Foto: Mirko Bähr

Lörrach - Für die Herren 30 der TSG TC Lörrach/SV Schopfheim ist das Happy End ausgeblieben. Nach nur einem Sommer in der Badenliga geht es wieder eine Etage tiefer. Das 3:6 im letzten Saisonspiel gegen den TC BW Donaueschingen hat den Abstieg besiegelt.

Der Strohhalm war dünn, an dem sich die Lörracher um Teamchef Björn Müller festkrallten und auf der Saison-Zielgeraden nochmals zum Endspurt ansetzten. Es reichte nicht mehr.

Eine „durchwachsene Saison“, wie Müller resümiert, ist mit zwei Siegen und vier Niederlagen zu Ende gegangen. Entscheidend in dieser Saison war ja das „Schweizer Modell“. Sprich: Jedes einzelne Match zählte. Da kam die TSG auf 18 und der TC Harmonie Mannheim auf 20 Punkte. Selbst ein Sieg und das Vorbeiziehen an den Kurpfälzern hätte laut Müller nichts am Abstieg geändert, weil neben Schlusslicht TC Wolfsberg Pforzheim (Team wurde zurückgezogen) diesmal wohl zwei weitere Mannschaften runter müssen.

„Viele Verletzte“ musste man bei der TSG beklagen. So agierte der Aufsteiger nie mit vollständigen Kader. „Da war dann einfach nicht mehr drin“, lässt Müller ehrlich wissen. Man könne von Glück reden, dass Jungs aus der Dritten ausgeholfen hätten und man auf Schopfheimer und Schweizer Cracks zurückgreifen konnte.

Die Badenliga präsentierte sich einfach zu stark. Das unterstreicht das letzte Saisonspiel auf eigenem Platz gegen Donaueschingen. Die Gäste traten mit zwei LK4-Akteuren, einem LK5-Spieler und drei LK7-Jungs an. Vor allem im Doppel wurde diese Ausgeglichenheit dann deutlich. 3:3 hatte es noch nach den Einzeln gestanden. Lörrachs Nummer eins, Benjamin Rufer, musste sich dabei ebenfalls geschlagen geben wie auch Björn Müller und Timo König. „Rufer war selbst mal Profi, verliert in zwei Sätzen. Das Niveau war echt unfassbar hoch“, meinte der Teamchef. Auch Dimitri Koch, der zweimal an Position eins für die TSG agierte, gewann in dieser Runde kein Match. Nichts zu holen war dann im Doppel, als Donauschingen sich zu ausgeglichen präsentierte und alle drei Begegnungen nach Hause brachte.

Nun schlagen Müller & Co. im kommenden Sommer wieder in der Oberliga auf. Dort also, wo man die vergangenen sechs Jahre zuhause war und es immer wieder eines kleinen Wunders bedurfte, um am Ende der Runde doch nicht abzusteigen. „Dass wir dann vergangenes Jahr aufsteigen durften, war reines Glück“, so Müller. Der ist sich sicher, dass man auch in der Oberliga „kämpfen“ müsse, um am Ende zu bestehen. „Nun stellt sich natürlich die Frage, wer uns erhalten bleibt, und dass wir endlich einmal von Verletzungen verschont bleiben.“

Einzel: Rufer - Zivnicek 2:6, 5:7, Flo Müller - Vujica (w.o.) 4:1, Maier - Braunschweiger 6:3, 6:0, Björn Müller - Beerweiler 0:6, 1:6, König - Fischer 1:6, 2:6, Fiedler - Simon 6:4, 6:1. Doppel: Rufer/Maier - Vujica/Braunschweiger 6:7, 6:7, Flo Müller/Assmann - Zivnicek/Fischer 2:6, 3:6, Björn Müller/Klose - Beerweiler/Simon 4:6, 5:7.

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