„Mal abwarten und schauen, was da auf uns zukommt“: Heiko Meißner, Teamsprecher des Verbandsligisten VC Weil, ist vorsichtig. Fix ist, dass die neue Runde am Wochenende beginnt. Wo sich der letztjährige Vizemeister in der Tabelle aber einreiht, das kann er beim besten Willen noch nicht sagen. Der Grund: Es hat einige personelle Veränderungen im Kader gegeben.

Von Mirko Bähr

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Weil am Rhein. Die Weiler hatten in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Oberliga nur hauchdünn verpasst. Beim Showdown in Konstanz verlor der VC knapp und reihte sich am Ende als Zweiter hinter dem USC II in der Tabelle ein.

Dann liebäugelte man mit der Relegation, um über diesen Umweg doch noch eine Etage höher zu gelangen. Weil aber in der Oberliga kein weiterer Platz frei wurde, geht es für die Weiler auch heuer wieder im Verbandsoberhaus um Zähler.

„Es wird nicht leicht werden, aber wir wollen möglichst oben dabei sein. Allerdings ist das realistische Ziel vorerst einmal der Klassenerhalt“, sagt Meißner. Man weiß nicht so genau, wo der Hase lang läuft. Schließlich muss der VCW gleich mal sechs Abgänge verkraften. Dem Gegenüber stehen drei Neue.

Nicht mehr mit von der Partie ist Marco Komiatszegi. „Er hat aus privaten Gründen die Volleyballschuhe auf dem Dachboden versorgt“, sagt Meißner. Florian Karch hat den Verein aus persönlichen Gründen ebenfalls verlassen. Wohin es ihn zog, ist nicht bekannt. Dafür ist Lucas Kaisers Verein Meißner sehr wohl geläufig. „Lucas ist zum Studieren nach Köln gezogen und spielt nun bei meinem alten Verein, dem FC Junkersdorf, in der Oberliga.“

Samuel Schack hat dem VCW den Rücken zugekehrt. Und auch der Zuspieler wird künftig in der Oberliga auflaufen. Schack wechselte zum TV Kappelrodeck. Routinier Christian Hänsell schlägt nun für den USC Freiburg auf. Und gleich am kommenden Samstag gibt es ein Wiedersehen, wenn der VCW beim Heimspieltag in der Humboldthalle auf die Freiburger trifft.

Sportstudent Steffen Hünenberger zieht es gar in die Regionalliga. In Breisach bei der SG BEG United wird er nun „die Bälle über den Block in den Drei-Meter-Raum hauen“, so Meißner.

„Durch die Abgänge wurden wir geschwächt, aber mit den drei Neuen können wir einen engen, familiären und gefährlichen Kader formen“, findet Meißner. Die Weiler konnten nämlich Andreas Ekimov reaktivieren. „Er hat schon in der Verbandsliga für uns gespielt, hat diesen Sport nicht verlernt und wird für den VC Weil die Gegner in Angst und Schrecken versetzen“, meint der Teamsprecher.

Für die Weiler am Ball ist auch das Lehrerduo Sebastian Schindler und Felix Schaumann. Sie sind aus beruflichen Gründen in das Dreiländereck gezogen und waren beide zuletzt für den TSV Alemannia Zähringen am Start. „Sie werden nun ihre Erfahrungen aus ihrem jeweiligen Zweitfach, Physik und Chemie, so einsetzen, um möglichst viel Feuerkraft für uns zu entwickeln“, schmunzelt Meißner.

Der Trainer dagegen ist nicht neu. Die Weiler werden weiterhin von Martin Schaffner gecoacht.