Sportmix Abwehr stabil, Angriff effizient

Luca Trinkberger hat gut lachen. Der Freiburger erzielt in Dresden das 2:0 für seine Mannschaft.Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Obwohl die Auswärtspartie des EHC Freiburg bei den Dresdner Eislöwen mit einem Schock begann, durften die Gäste am Ende der DEL2-Partie über einen deutlichen 5:1-Erfolg jubeln. Schon nach fünf Minuten musste Stammtorhüter Ben Meisner verletzt vom Eis. Enrico Salvarani ging in den Kasten und war im Anschluss einer der Garanten für den verdienten Erfolg.

Freiburg (pd/mib). Nach der Niederlage in Kaufbeuren legte Coach Peter Russell den Finger tief in die Wunde. Die Defensivleistung sei schwach gewesen, so schwach wie noch nie, seit er in Freiburg das Traineramt übernommen habe. Diese Worte haben sich seine Schützlinge wohl zu Herzen genommen.

In Dresden jedenfalls agierte die Abwehr bärenstark. Bis sieben Sekunden vor der Schlusssirene stand das Bollwerk. Die engagierten Hausherren bissen sich die Zähne aus. Etwas ärgerlich war dann nur, dass dieser späte Treffer dem starken Ersatzkeeper das Shutout vermasselte.

Zu Beginn lief er erst einmal gar nicht rund beim EHC. Meisner machte zunächst eine Chance von Jordan Knackstedt zunichte, ehe er knapp fünf Minuten später wieder im Mittelpunkt des Geschehens stand. Meisner wurde hinter dem Tor von Vladislav Filin umgecheckt und blieb benommen auf dem Eis liegen. Zwar konnte Freiburgs Schlussmann das Eis ohne fremde Hilfe verlassen, doch ein Weiterspielen war nicht denkbar. Für den erfahrenen Deutsch-Kanadier rückte der junge Enrico Salvarani zwischen die Pfosten. Es sollte sein erster Einsatz für die Wölfe sein. Und vorweg: Er machte seine Sache richtig klasse.

Salvarani musste nach seiner Einwechslung gleich mehrmals eingreifen, da Dresden Zug nach vorne entwickelte. Der EHC brauchte zehn Minuten, dann schien auch er angekommen zu sein. Direkt aus der ersten Druckphase heraus netzte Simon Danner, er wurde vor dem Kasten von Nick Jordan Vieregge sträflich allein gelassen, zur Führung ein.

Auch im Mitteldrittel waren es erst die Hausherren, die offensiv präsent waren. Salvarani war jedoch stets zur Stelle. Während sich die Sachsen ihre Chancen im Freiburger Drittel hart erarbeiten mussten, kamen die Gäste nach schnellen Gegenstößen gefährlich vor den Kasten der Eislöwen.

Aus spitzen Winkel durch die Beine

Das 2:0 kam etwas glücklich zustande. Freiburgs Oleg Tschwanow hatte den Puck im Liegen noch zu Luca Trinkberger passen können, der per Rückhand aus sehr spitzem Winkel abschließen musste. Den eher ungefährlichen Schuss ließ Torwart Vieregge durch die Beine rutschen.

Dresden machte nun Dampf. Der Anschlusstreffer wollte aber nicht gelingen. Das lag zum einen an der aufmerksamen Abwehrarbeit der Wölfe, aber vor allem auch an Enrico Salvarani. An ihm scheiterten unter anderem Filin und Toni Ritter. Dresden feuerte aus allen Rohren. Die Schussbilanz im zweiten Abschnitt lautete denn auch 28:9.

Keine Überraschung war, dass Dresden im Schlussdrittel nochmals verstärkt angriff. Freiburg lauerte auf Konter. Glück für den EHC, dass in der 47. Minute Silvan Heiß nur den Pfosten traf. Und quasi im Gegenzug nutzte Jordan George einen Fehler der Eislöwen zur 3:0-Führung. Nur kurze Zeit später markierte Marc Wittfoth das 4:0, Chad Bassen ließ sogar noch das 5:0 folgen.

Als alle Beteiligten schon mit dem verdienten Shutout für Keeper Salvarani rechneten, war Thomas Supis per Schlagschuss für das 1:5 zuständig.

Tore: 0:1 (10:24) Simon Danner (Peter Spornberger, Christian Billich), 0:2 (30:35) Luca Trinkberger (Oleg Leon Tschwanow, Luis Ludin), 0:3 (47:14) Jordan George (Marvin Neher, Patrick Kurz), 0:4 (51:03) Marc Wittfoth (Nikolas Linsenmaier, Jordan George) - PP1, 0:5 (57:22) Chad Bassen (Gregory Saakyan, Marc Wittfoth), 1:5 (59:53) Thomas Supis (Roope Ranta, Jordan Knackstedt). Strafzeiten: Dresden 10, Freiburg 4.

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