Sportmix Als Spitzenreiter ins Finale

Uli Nodler

Von Uli Nodler

Ludwigsburg. Großes Kino. Luftpistolen-Bundesligist ESV Weil schloss die Qualifizierungsrunde in der Südgruppe verlustpunktfrei ab und bestreitet das Finalturnier um den Deutschen Meistertitel vom 4. bis zum 6. Februar 2022 in München als Gruppen-Erster. Am letzten Südgruppen-Wochenende besiegten in Ludwigsburg die Weiler im Spitzenduell am Samstag den als Zweiter angetretenen SV Kelheim-Gmünd mit 3:2. Am Sonntag folgte dann ein klarer 5:0-Sieg gegen den Vorletzten SV Willmandingen.

Gegen Kelheim-Gmünd setzte ESV-Trainerin Helga Kopp auf das Quintett Michael Schwald, Kevin Venta, Patrick Meyer, Sylvain Garconnot und Nathalie Schelken. Es war eine enge Kiste. Matchwinnerin war letztlich Schelken, die ihr Duell im Stechen gegen Miriam Piecharzek gewann. Nach 40 Schuss stand esin diesem Duell ausgeglichen 366:366-Ringe. Im Stechen schoss dann die Weilerin eine Neun und Piecharzek nur eine Sieben. So siegte der Spitzenreiter mit einer nervenstarken Nathalie Schelken 3:2.

„Es ist einfach fantastisch, was die Mannschaft wieder geleistet hat. Jetzt sind wir in der normalen Runde ungeschlagen geblieben. Das hat es, glaube ich, bislang noch nie gegeben“, freute sich ESV-Trainerin Helga Kopp über Platz eins in der Südgruppe.

Nicht dabei war beim letzten Wettkampfwochenende Pavel Svetlik. Der Tscheche, obwohl negativ getestet, durfte mit Erkältungs-Symptomen nicht einreisen. So hatte der ESV Weil keinen Ersatzschützen dabei.

„Wenn’s drauf ankommt, ist auf die Nathalie Verlass. Obwohl von einer Migräne geplagt und im Duell gegen Kelheim nicht auf der Höhe ihres Leistungsvermögen, hat sie sich durchgebissen und im Stechen den Sieg perfekt gemacht“, lobte Kopp ihre Schützin. Überhaupt war Nathalie Schelken in dieser Saison ein großer Gewinn für das herausragende Weiler Team. „Wenn sie geschossen hat, verließ sie den Stand immer als Siegerin“, so Kopp weiter.

Weils Spitzenschütze Michael Schwald musste an Position eins seine zweite Saisonniederlage einstecken. Er unterlag Philipp Grimm am Ende deutlich. Schwald schoss nicht schlecht, doch seine 381 Ringe, die fast drei Ringe unter seinem bisherigen Ringe-Schnitt lagen, reichten letztlich bei weitem nicht aus, um Kelheims Nummer eins zu gefährden. Grimm schoss mit 390 Ringen ein herausragendes Ergebnis.

Die beiden ersten ESV-Siegpunkte holten die Neuzugänge Kevin Venta und Patrick Mayer an den Positionen zwei und drei. Venta setzte sich gegen Monika Karsch mit 383:381 Ringen durch. Meyer ließ dem Kelheimer Christoph Schultheiß keine Chance, siegte mit zehn Ringen Vorsprung.

Unter seinen Möglichkeiten blieb Sylvain Garconnot. Der Franzose erzielte lediglich 370 Ringe und hatte gegen Carina Wimmer deutlich das Nachsehen.

Am Sonntag ließ dann der ESV Weil nichts mehr anbrennen, schlug den SV Willmandingen klar mit 5:0. „Obwohl es um nichts mehr ging, war die Leistung exzellent. Im Schnitt haben meine Pappenheimer über 380 Ringe geschossen“, lobte Kopp.

Der ESV Weil trifft nun als Spitzenreiter der Südgruppe auf den SV Falke Dasbach, Vierter der Nordgruppe. Dasbach ist ein Dorf zwischen Idstein und Niedernhausen im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis.

ESV Weil - SV Kelheim-Gmünd 3:2 (1883:1893): Schwald - Grimm 381:390; Venta - Karsch 383:381; Meyer - Schultheiß 383:373, Garconnot - Wimmer 370:383; Schelken - Piecharzek 366:366 (Stechen: 9:7).

SV Willmandingen - ESV Weil 0:5 (1816:1901): Haas - Schwald 370:386; Nicolussi - Venta 372:388; Deh - Meyer 360:381; Keck - Garconnot 353:380; Lakner - Schelken 361:366.

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