Sportmix Am Ende fehlt die Kraft

Die Oberbadische, 11.02.2018 22:37 Uhr

Von Mirko Bähr

Weil am Rhein. Das Warten auf den ersten Saisonsieg in der Nationalliga A geht weiter. Auch im Heimspiel gegen den Vorletzten RHC Dornbirn musste sich der RSV Weil geschlagen geben. 3:6 (1:2) hieß es am Ende aus Sicht des Schlusslichts.

Nein, fehlendes Engagement kann man den Schützlingen von Spielertrainer Marc Werner nicht vorwerfen. Zumindest nicht gestern, als sie bis zuletzt versuchten, das Ruder nochmals herumreißen. Am Ende fehlte auch das Glück, aber vielmehr auch die nötige Cleverness, um im richtigen Moment einfach die richtige Entscheidung zu treffen.

Sei es, wenn es darum geht, persönliche Strafen zu vermeiden, die den Gegner wieder aufbauen, oder eine gute Möglichkeit schlussendlich auch in den Maschen des gegnerischen Kastens zu versenken.

Nach gutem Beginn, als die Weiler konzentriert agierten, pennten die Gastgeber zweimal vor dem eigenen Gehäuse. Schon stand es nach einem Doppelschlag 0:2 aus Sicht des Heimteams. Zwar war der Anschluss nach 21 Minuten wieder hergestellt, als zunächst Felix Furtwängler einen direkten Penalty vergab, aber Tim Schaller im Nachsetzen traf, doch war insgesamt gesehen das Spiel der Weiler eher noch verhalten in Halbzeit eins. Nach Wiederbeginn gab der RSV kräftig Gas. Und verdientermaßen gelang denn auch Sebastian Winkler in der 33. Minute der Ausgleich. Er hatte abgestaubt – 2:2.

Die Freude über die Aufholjagd wehrte indes nur kurz. 29 Sekunden später kam Winkler nämlich in einer Abwehraktion zu spät, bekam dafür eine Blaue Karte aufgebrummt. Den direkten Penalty verwandelte Kilian Hagspiel dann im zweiten Versuch. Beim ersten hatte sich Weils Keeper Jens Schumann wohl zu früh bewegt.

„Das 2:3 war schon der Genickbruch. Da opfert man sich auf, investiert viel Kraft, schießt das 2:2 und bekommt gleich wieder eine auf die Fresse“, fand Felix Furtwängler, der RSV-Kapitän, dann schon deutliche Worte.

Weil blieb dran, vergab aber gute Chancen. Die Gäste aus Dornbirn machten das besser. David Rodriguez traf nach 38 Minuten zum 4:2. Das war die Entscheidung. Der RSV hatte keine Kraft mehr, um der Partie eine erneute Wende zu geben.

Tore: 0:1 (13.) Gomez del Torno, 0:2 (14.) Rodriguez, 1:2 (21.) Schaller, 2:2 (33.) Winkler, 2:3 (34.) Hagspiel, 2:4 (38.) Rodriguez, 2:5 (46.) Hagspiel, 3:5 (48.) Winkler, 3:6 (49.) Hagspiel. SR: Graber/Lewis. Z.: 50. Blaue Karten: Furtwängler (12.), Winkler (34./beide RSV Weil), Stockinger (43./RHC Dornbirn).