Basel - Was für eine Qualität, was für ein Ambiente! Von heute an bis zum kommenden Sonntag (13. Januar) gibt sich in der einmal mehr prächtig ausstaffierten St. Jakobshalle die absolute Weltklasse im Springreiten die Klinke in die Hand. Die zehnte Auflage dieses Fünf-Sterne-Hallen-CSI in Basel hat ihr Level noch einmal erhöht. Erstmals wird in der Stadt am Rheinknie ein Weltcupspringen ausgetragen.

Das bedeutet: Mit der Punktejagd im Weltcup steigt der CSI in Basel in den erlauchten Kreis einer inoffiziellen Hallenweltmeisterschaft auf. In 17 Prüfungen – zehn für die internationalen Stars und sieben für die Amateure – wird ein Gesamtpreisgeld von 770’000 Franken ausgeschüttet. Seit 1978 wird vom Internationalen Reitsportdachverband FEI (Federation Equestre Internationale) die vom Schweizer Max E. Ammann initiierte Weltcup-Serie veranstaltet.

Dreher an Position fünf in der Weltcup-Wertung

In 16 Ligen über den gesamten Globus verteilt können sich die Reiter für das Finale qualifizieren. Das findet in diesem Jahr vom 3. bis 7. April in der Scandinavium-Arena in Göteborg (Schweden) statt.

„Der Weltcup hat einen hohen Stellenwert. Und es ist eminent wichtig, dass nach dem Wegfall von Zürich wieder ein Qualifikationsturnier in der Schweiz durchgeführt werden kann. Es macht mich auch ein bisschen stolz, dass wir uns nicht bewerben mussten, sondern die FEI auf uns zukam“, betont Willi Bürgin, OK-Präsident des CSI Basel. Das spricht für die hohe Qualität des Turniers in der Rheinmetropole. Basel ist die zehnte von insgesamt 13 Stationen der Westeuropaliga, in der sich die 18 besten Reiter für Göteborg empfehlen möchten.

In der St. Jakobshalle ist der Weltcup-Grand-Prix mit einem Preisgeld von 210’000 Franken am Sonntag der krönende Abschluss des viertägigen Turniers am Rhein. „Ich freue mich auf diesen sportlichen Höhepunkt, aber auch auf den neu geschaffenen Grand Prix zwei Tage zuvor“, merkt Bürgin an. Basel verfügt nun über zwei ganz große Prüfungen, denn der ehemalige Grand Prix vom Sonntag wurde neu in Ergänzung zum Weltcup auf den Freitag vorverschoben. Diese Prüfung mit einmaligem Stechen ist mit 200’000 Franken dotiert.

Die Teilnehmerliste liest sich wie ein „Who is Who“ im Springreitsport. Olympiasieger, Welt- und Europameister satteln ihre Pferde in Basel.

Auch das deutsche Kontingent ist wieder stattlich. Natürlich ist Hand-Dieter Dreher, der in der vergangenen Jahren zum Publikumsliebling avancierte, mit von der Partie.

Pia Reich startet im internationalen Feld

Der Eimeldinger hat in der St. Jakobshalle schon etliche Erfolge errungen. Im vergangenen Jahr belegte Dreher im Grand Prix Rang fünf. Auch heuer will der Weltklassemann vom Oberrhein wieder vorne mitmischen. In der Weltcup-Zwischenwertung ist er ebenfalls auf Platz fünf notiert.

Freuen dürfen sich die Springreit-Fans auch auf Marcus Ehning, den großen Stilisten im Springsattel. Der Deutsche ist aktuell in der Weltrangliste an Position vier gelistet. Zur deutschen Fraktion in Basel zählen auch Christian Ahlmann, Ludger Beerbaum und Vielseitigkeits-Doppelolympiasieger Michael Jung.

Im Konzert der Großen darf auch Pia Reich, die junge Amazone des RV Dreiländereck, mitmischen. Sie zählt zum exklusiven Starterfeld aus 17 Nationen. Bis auf das Weltcup-Springen und den Grand Prix ist Reich in allen anderen internationalen Springen beim CSI in Basel startberechtigt. Für die Amateur-Tour haben 81 Springreiter und Amazonen gemeldet.

Internationale Tour

Donnerstag, 10. Januar: 14 Uhr: Preis des Gönnerclub Pferdesport Basel; 17 Uhr: Preis der Grosspeter Nutzfahrzeuge AG; 20 Uhr: Preis des Hotel les Trois Roi;s 22 Uhr: Showprogramm.

Freitag, 11. Januar: 14 Uhr: Preis der Thermoplan AG; 16.45 Uhr: Preis der Grosspeter Nutzfahrzeuge AG; 19.45 Uhr: LonginesGrand Prix.

Samstag, 12. Januar: 17 Uhr: Preis der Dach + Holztech GmbH; 19.45 Uhr: Championat der Stadt Basel um die Goldene Trommel.

Sonntag, 13. Januar: 10 Uhr: Preis des Kantons Basel-Landschaft; 14 Uhr: Longines FEI World Cup.