Sportmix Deggendorf erzwingt den Showdown

Nur Marc Wittfoth trifft in Deggendorf. Foto: Grant Hubbs

Deggendorf - Der EHC Freiburg hat am Sonntagabend das sechste Playdown-Spiel beim Deggendorfer SC mit 1:4 verloren. Somit steht es in der entscheidenden Serie um den Klassenerhalt nun 3:3, und es kommt schon am heutigen Dienstag ab 19.30 Uhr zum entscheidenden Spiel sieben in Freiburg.

Nach einem Deggendorfer Führungstreffer in der 11. Spielminute und Unterzahltoren auf beiden Seiten ging Spiel sechs beim Stand von 2:1 für die Gastgeber in das letzte Drittel. Und spätestens dort wurde dem EHC Freiburg seine Disziplinlosigkeit nach nur vier Strafminuten in Spiel fünf zum Verhängnis: Er kassierte das 3:1 in Unterzahl und verabschiedete sich im weiteren Verlauf des Schlussabschnitts sechs weitere Male auf die Strafbank - an ein Comeback war nun nicht mehr zu denken.

20 Minuten - das war heute nicht nur die Länge eines Spielabschnitts, sondern auch die Anzahl an Strafminuten, die sich der EHC leistete. Dabei hatte Jan Melichar am Freitag nach Spiel fünf seine Mannschaft noch berechtigterweise gelobt: Seine „Gespräche … wegen Disziplin“ schienen gefruchtet zu haben - doch am Sonntag fiel man in alte Muster zurück: Der Schnitt von 19,5 Strafminuten pro Spiel aus den Spielen eins bis vier wurde heute sogar knapp überboten - und das ganz ohne Disziplinarstrafen, die eine solche Zahl leicht in die Höhe schrauben können: zwei Wechselfehler und acht Fouls sehen den EHC also de facto ein komplettes Drittel des Spiels auf der Strafbank verbringen.

Trotz dieser hohen Frequenz auf der Strafbank hatte der EHC zu Beginn des letzten Drittels noch alle Siegchancen auf seiner Seite - und die Strafenflut schien kurioserweise gar keinen unmittelbaren Einfluss auf den Spielstand zu haben; schließlich stand es nur 2:1 für Deggendorf und die Tore auf beiden Seiten, die dem Führungstreffer von Josh Brittan (11.) folgten, waren - ironischerweise - beide Unterzahltreffer.

EHC leistet sich wieder viel zu viele Strafzeiten

Der Beginn der Kauppila-Strafe brachte Deggendorf nach 31 Sekunden im letzten Drittel dann jedoch die 3:1-Führung ein - und jegliche Freiburger Chancen auf ein Comeback wurden durch einen weiteren Strafenreigen zunichte gemacht, der seinesgleichen sucht: sechs Fouls innerhalb von sieben Minuten verbauten dem EHC jegliche Chance, noch einmal spielerisch gezielt in die Partie zu finden, und kulminierten in Kyle Gibbons Treffer zum 4:1 bei Fünf-gegen-Drei.

Der Führungstreffer für die Gastgeber entstand durch einen öffnenden Pass von Verteidiger Mathias Müller, der aus seinem eigenen Drittel heraus Josh Brittan an der blauen Linie des EHC fand. Der nach seiner Ein-Spiele-Sperre in das Deggendorfer Aufgebot zurückgekehrte Stürmer konnte daraufhin seinen eigenen Abpraller an Jimmy Hertel vorbei über die Linie befördern.

In den letzten vier Minuten des ersten Drittels, die kaum komplett gespielt wurden, kam Freiburg in Unterzahl zum Ausgleich. Herm und Wittfoth liefen einen Konter, an dessen Ende sich vier Deggendorfer um die beiden EHC-Stürmer kümmerten. Dies gab Stephan Seeger die Möglichkeit, nahezu unbeachtet die blaue Linie zu überqueren, um dort von Herm angespielt zu werden und per Schlagschuss, der dann vom Torschützen Wittfoth abgefälscht wurde, das 1:1 zu erzielen.

Im Mitteldrittel kassierte Freiburg im Powerplay dann einen unglücklichen Gegentreffer zum 1:2. Bei einer Scheibe, die langsam in das Freiburger Drittel kullerte, zeigte sich Jimmy Hertel etwas unsicher in der Entscheidungsfindung, ob er sein Tor verlassen soll, um den Puck aus dem Drittel zu klären. Hertel entschied sich schließlich dazu, den Schritt in das potenziell offene Messer zu vermeiden und verblieb in seinem Tor; jedoch verlor Jozef Balej sein Laufduell gegen Curtis Leinweber, der dann Hertel überwinden konnte.

Tore: 1:0 (11.) Brittain (Müller, Gawlik), 1:1 (19.) Wittfoth (Herm, Seeger - 4:5), 2:1 (31.) Leinweber (Vavrus - 4:5), 3:1 (41.) Röthke (Reinig, Gibbons), 4:1 (55.) Gibbons (Röthke, Bindels). Strafminuten: Deggendorf 12, Freiburg 20. Zuschauer: 2253.

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